Ein Schiedsrichter stirbt viel zu jung. Sein Tod folgt auf einen zerplatzten WM-Traum und schlimme Anschuldigungen.
Tragödie um SchiedsrichterRob Dieperink (†38): Erst bitteres WM-Aus, jetzt gestorben

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Schiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von nur 38 Jahren verstorben.
Eine bestürzende Meldung aus den Niederlanden trifft die Fußball-Welt. Mit gerade einmal 38 Jahren ist der Referee Rob Dieperink verstorben. Der niederländische Fußballbund KNVB bestätigte die tragische Neuigkeit am Montag.
Zu den Umständen seines Ablebens äußerte sich der Verband nicht. Der KNVB ehrte den Verstorbenen in einem Statement als einen „hochgeschätzten Unparteiischen mit internationaler Erfahrung, vor allem aber einen großartigen und engagierten Kollegen“.
Festnahme in London beendete seinen WM-Traum
Sein Ableben ereignet sich nach einer unglaublich belastenden Phase, denn erst vor Kurzem hatte ihn die Fifa von der Nominierungsliste für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko entfernt. Das berichtet „bild.de“.
Hinter dem Ende seiner WM-Hoffnungen steckte ein gravierendes Ereignis. Im April 2026 wurde Dieperink in der britischen Hauptstadt verhaftet. Dort agierte er als Video-Assistent (VAR) während des Conference-League-Viertelfinales zwischen Crystal Palace und dem AC Florenz. Unmittelbar nach der Partie erfolgte im Hotel die Festnahme.
Die Anschuldigung war heftig: Es ging um die sexuelle Belästigung eines 17-Jährigen. Zwar stellte man die Untersuchungen später ein, ohne Anklage zu erheben, weil die Beweislage nicht ausreichte, doch sein WM-Traum war dadurch zerstört. Die Fifa blieb bei ihrem Entschluss.
Dieperink wies die Vorwürfe immer zurück und unterstrich, wie „sehr traurig“ ihn die ungerechtfertigten Anschuldigungen machten. Dem „Telegraaf“ gegenüber machte er deutlich, dass er von Beginn an umfassend mit den Behörden zusammengearbeitet habe und „enttäuscht“ sei, das Turnier zu verpassen.
Er sagte: „Es ist bedauerlich, dass die Fifa beschlossen hat, mich nicht mehr für die Weltmeisterschaft zu nominieren; darüber bin ich natürlich enttäuscht.“
Schon bei der Europameisterschaft 2024 war er als Video-Assistent im Einsatz gewesen. Seine Laufbahn als professioneller Schiedsrichter startete im Jahr 2012. In der Saison 2017/18 leitete er erstmals ein Spiel in der Eredivisie, der obersten Liga der Niederlande. (red)

