Spanien-Star Lamine Yamal hat sich vor dem WM-Halbfinale zum Gegner Frankreich geäußert. Angst hat er vor dem Spiel keine. Im Gegenteil.
Frankreich gegen SpanienFreche WM-Ansage: „Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie“

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Lamine Yamal und Nico Williams unterhalten sich beim Training der spanischen Nationalmannschaft. Gegen das Team aus Frankreich, dass sie im EM-Halbfinale bereits besiegen konnten, haben die
Frankreich gegen Spanien: Der von vielen gehandelte Top-Favorit der WM bekommt es im ersten Halbfinale am Dienstagabend (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) mit dem Europameister zu tun.
Spaniens Superstar Lamine Yamal sieht die Favoritenrolle in Dallas aber eher umgekehrt, ließ sich vor dem Duell zu einer klaren Ansage hinreißen: „Wenn jemand Angst haben sollte, dann sie“ – Rumms!
Spanische Presse: „Spanien trifft auf den Giganten des Turniers“
Mit seinem Zahnspangenlächeln stellte Yamal klar, dass „die beiden besten Mannschaften dieser WM“ aufeinandertreffen würden. Und er glaube, ergänzte der 19-Jährige, „seit Beginn der WM hat jeder dieses Spiel erwartet.“
Nicht alle aber glauben Yamals nassforschen Worten, wonach es die Franzosen sind, die Bammel haben müssten. „Spanien trifft auf den Giganten des Turniers“, kommentierte die Zeitung Sport, die Marca formulierte blumiger: „Spanien muss einen Gipfel der höchsten Kategorie erklimmen, Frankreich ist wie der ‚Tourmalet‘.“ Tour de France in Dallas also.
Auch Trainer Luis de la Fuente, der sonst jede klare Aussage zu welchem Thema auch immer tunlichst und in an Plattitüden reichen Monologen vermeidet, konnte nicht anders, als ins Schwärmen zu geraten. „Es wird ein fantastisches Spiel. Das wird das Finale vor dem Finale. Die zwei besten Teams im Turnier“, sagte er. „Natürlich treffen wir auf einen ganz großen Giganten des Fußballs, aber wir sind in der Lage, dieses Spiel zu gewinnen.“
Dass die Spanier ihre vergangenen beiden Spiele gewonnen haben, das verdanken sie neben vielen anderen ihrer Qualitäten vor allem: Mikel Merino, ehemals Borussia Dortmund.
Im Achtelfinale gegen Portugal traf der Super-Joker von de la Fuente in der ersten Minute der Nachspielzeit zum Sieg (1:0), nun, gegen Belgien, in der 88. Minute zum 2:1. Unter größtmöglicher Hilfe des belgischen Ersatztorwarts - aber Merino stand eben wieder richtig.
„In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir nicht vorstellen können, was gerade passiert“, sagte Merino. Und doch, versicherte er, „vertraue ich immer darauf, dass ich meine Aufgabe gut erledigen kann, wenn ich auf den Platz komme.“
Wer sich nicht erinnert: Der 30 Jahre alte Offensivspieler des FC Arsenal hat auch im Viertelfinale der EM 2024 spät getroffen: gegen Deutschland. 119. Minute. Zum 2:1.
Wer gegen Frankreich nun am Ende die Tore schießt, ist Yamal freilich egal, sagte er. „Wenn wir Weltmeister werden, wird wohl niemand zu mir sagen: ‚Du hast nicht getroffen.‘“ (oke/sid)
