Der 1. FC Köln hat am Freitagabend 1:0 gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Gefeierter Held des Abends war FC-Keeper Marvin Schwäbe mit einigen starken Paraden.
Schwäbe mit WM-TraumFC-Teamkollege wendet sich direkt an DFB
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Es war erst das zweite Spiel ohne Gegentor nach dem 1:0 in Hoffenheim! Der 1. FC Köln hatte diesmal den VfL Wolfsburg mit 1:0 geschlagen. Und im Stadion wurde nur ein Name skandiert: Marvin Schwäbe!
Die Fans feierten ihren Schlussmann am Freitagabend (30. Januar 2026) noch Minuten nach dem wichtigen Dreier. Im Spiel hatte Schwäbe mit starken Paraden den FC-Sieg am Ende festgehalten. Vor allem in der etwas wilden Schlussphase glänzte der 30 Jahre alte Keeper mit Reflexen gegen Shiogai und Daghim.
Kollegen und FC-Fans feiern Schwäbe nach 1:0 über Wolfsburg
„Er war nicht nur dieses Spiel extrem wichtig. Was er die letzten Jahre hier geleistet hat, ist Weltklasse. Er hilft uns aber nicht nur mit seinen Paraden, sondern auch mit dem, was er neben dem Platz beiträgt. Wir sind alle sehr froh, dass er hier ist und unsere Nummer eins ist“, sagte Torschütze Linton Maina voller Anerkennung über seinen Torwart.
Schwäbe selber war ganz angetan von der Stimmung und den Sprechchören nach dem Spiel, blieb aber gewohnt bescheiden: „Es ist natürlich schön. Umso schöner ist, dass wir uns als Team belohnt haben und nach einer langen Phase wieder zu null gespielt haben.“
Was für Schwäbe erschwerend hinzukam: In 85 Minuten hatte er fast gar nichts zu tun, dann standen die Wolfsburger zweimal frei vor ihm. „Ja, gut. Am Ende ist es mein Job. Schön, wenn man der Mannschaft helfen kann – auch hinten raus. Vor der Südkurve war es unfassbar. Wie losgelöst dann jeder feiert und die Fans hinter uns stehen, das wissen wir einfach. Darauf können wir uns verlassen und genauso können wir als Einheit weitermachen.“
Und wo kommen seine Reflexe her, ist das von Gott gegeben? Schwäbe muss grinsen: „Das ist jahrelanges Training. Vielleicht hat man das irgendwo ein Stück weit in den Genen. Auf der anderen Seite muss man es trotzdem täglich trainieren. Man muss da dranbleiben, um es auch abrufen zu können. Darum geht es einfach, dass man in dem entscheidenden Moment dann einfach da ist.“
Ob Schwäbe bald auch da ist, wenn er ein anderes Wappen auf der Brust hat – den Bundesadler etwa? EXPRESS.de hakte beim Schlussmann nach: Hat der die Nationalmannschaft und die WM im Hinterkopf? Schwäbe sagt: „Jetzt gerade ist es schon ein Stück weit weg. Es sind viele Torhüter vor mir. Aber natürlich würde ich mich unfassbar freuen. Es ist eine Ehre, für Deutschland spielen zu dürfen oder mit dabei zu sein. Wir schauen mal, wie es kommt.“ Angerufen hat aber noch keiner vom DFB, oder? Schwäbe sagt: „Nein!“
Das könnte sich aber bald ändern, wenn er weiter so gute Leistungen zeigt. Teamkollege Cenk Özkacar preschte am Samstag forsch vor. Der Türke vertaggte in einem Kommentar unter dem jüngsten Instagram-Post von Schwäbe den Account des DFB-Teams und schrieb dazu: „Bitte!“
Schwäbe selbst konzentriert sich erstmal voll auf den FC, sieht nach dem wichtigen Dreier gegen Wolfsburg weiter positiv in die Zukunft: „Der Sieg war unfassbar wichtig, damit wir einfach dieses Polster auf die Ränge nach unten haben. An einem Freitag vorzulegen, ist top.“
Für den FC geht es schwierig weiter – fünf Spiele mit vier Gegnern, die aktuell zu den Top 5 der Tabelle gehören: gegen Leipzig, in Stuttgart, gegen Hoffenheim, in Augsburg und gegen Dortmund.


