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„Wie Sandro Wagner“Basler fällt vernichtendes Urteil für Bundesliga-Trainer

Mario Basler, ehemaliger Fußballprofi, nimmt an einem Interviewtermin mit der Deutschen Presse-Agentur teil.

Copyright: Christoph Soeder/dpa

Lässt kein gutes Haar an Albert Riera, der in Frankfurt gescheitert ist: Mario Basler

Mario Basler schießt nach Rieras Frankfurt-Aus gegen den Spanier. Besonders deutlich: Baslers Vergleich mit Sandro Wagner – „so funktioniert das nicht“.

Mario Basler (57) hat nach dem Aus von Albert Riera (44) bei Eintracht Frankfurt knallhart nachgelegt!

In seinem Podcast „Basler ballert“ attestierte der frühere Nationalspieler und Fußball-Experte dem spanischen Trainer unmissverständlich, die Lage in Deutschland komplett falsch eingeschätzt zu haben.

Mario Basler über Albert Riera: „Als hätte er die Champions League schon zwölfmal gewonnen“

„Ich glaube, er hat die ganze Situation total unterschätzt“, sagte Basler und schob nach: Riera sei „noch nie in Deutschland“ gewesen, „kennt das Land nicht“ und „kennt die Bundesliga nicht“.

Vor allem das Auftreten des Trainers sei aus Baslers Sicht zum großen Problem im Verein geworden. „Da hattest du das Gefühl, er hätte die Champions League schon zwölfmal gewonnen.“ Riera habe sich „mit den Spielern und mit Journalisten“ angelegt – „im Grunde hat er alles verkehrt gemacht, was man verkehrt machen kann“.

Basler zog sogar einen Vergleich, der an die Frühphase der nun abgelaufenen Saison erinnert: „Wenn du so ein Auftreten hast wie Sandro Wagner in Augsburg … dann funktioniert das nicht.“

Wagner (38) war zu Saisonbeginn beim FC Augsburg als große Lösung präsentiert worden, kam mit breiter Brust – und eckte dort ähnlich schnell an wie Riera in Frankfurt. Der frühere Nationalspieler trat öffentlich sehr selbstbewusst auf, machte klare Ansagen und wirkte auf Teile des Umfelds wie jemand, der sofort den Ton bestimmen will.

Sportlich blieb der erhoffte Effekt aber aus, dazu gab es Reibungspunkte in der Kommunikation – am Ende war das Kapitel nach kurzer Zeit schon wieder beendet und Wagner nicht mehr im Amt.

Basler hatte Sandro Wagner dafür bereits im „Sport1-Doppelpass“ öffentlich kritisiert. Sein schonungsloses Fazit in beiden Fällen: „Das funktioniert so nicht. Wenn du denkst, du bist der Größte im Verein, dann ist das schlecht.“

Nun ist Riera wie Wagner erst einmal Bundesliga-Geschichte. „Traurig“ sei er, schrieb der exzentrische Mallorquiner nach seinem Aus bei Eintracht Frankfurt – weil der Klub „nur 20 Prozent der Kraft von Albert“ genutzt habe. Gleichzeitig betonte der Spanier in seiner Instagram-Botschaft, er gehe „in Frieden“.

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