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„Weg, weg, weg!“Moderatorin und Schweinsteiger gehen plötzlich in Deckung

An mehreren Stellen schossen bereits eine Stunde vor dem Nordderby Feuerwerkskörper auf dem Rasen des Weserstadions.

Copyright: Carmen Jaspersen/dpa

An mehreren Stellen schossen bereits eine Stunde vor dem Nordderby Feuerwerkskörper auf dem Rasen des Weserstadions.

Aktualisiert:

Vor und nach dem Bundesliga-Duell zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV schießen HSV-Fans Leuchtraketen ab. Die fliegen Richtung Werder-Kurve und lösen einen Polizeieinsatz aus.

Wegen Leuchtraketen aus dem HSV-Fanblock wäre das Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV nach dem Schlusspfiff beinahe eskaliert!

Es kam sogar zu einem Polizei-Einsatz im Gästebereich des Weserstadions. Als der 3:1-Sieg der Bremer feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den benachbarten Tribünenblock mit Bremer Zuschauern. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten.

Werder-Spieler Pieper: „Das ist brutal gefährlich“

„Ich habe gesehen, dass einiges neben uns einschlug“, sagte Werder-Trainer Daniel Thioune. Sein Abwehrspieler Amos Pieper meinte: „Krasse Geschosse. Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist brutal gefährlich. Das muss nicht sein.“

Ein Vereinssprecher der Bremer sagte bei der Pressekonferenz in einer vorläufigen Bilanz: „Sachschäden ja. Personenschäden sind zumindest noch nicht bekannt. Von daher ist das noch glimpflich ausgegangen.“

Nach dem Abschuss der Leuchtraketen wollten sowohl Werder-Fans noch Richtung HSV-Block laufen als auch Hamburger Anhänger aus ihrem Stadionbereich herausdrängen. Die Polizei schritt ein und drängte mit mehreren Einsatzkräften in den Gästeblock. Der war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr voll besetzt.

„Es war klar, dass es aufgeheizt ist: In der Situation, in der beide Vereine stecken. Es ist ein Nordderby. Wir spielen hier zu Hause“, sagte Pieper. „Trotzdem müssen ein paar Grenzen nicht überschritten werden.“

„Wir atmen alle erst einmal durch“ – DAZN-Moderatoren gehen plötzlich in Deckung

Bereits eine Stunde vor dem Anpfiff um 15.30 Uhr hatte im Innenraum brenzlige Stimmung geherrscht. Aus dem noch dünn besetzten Gästeblock flogen schon die ersten Leuchtraketen auf das Spielfeld – dort, wo sich die Mannschaften noch gar nicht zum Aufwärmen eingefunden hatten.

Mindestens eine Rakete schlug an der Werbebande hinter dem gegenüberliegenden Tor ein. Die Werder-Anhänger in diesem Bereich entgingen dem Einschlag nur knapp.

HSV-Fans zündeten im Gästeblock Raketen und Rauchbomben. Einige Knallkörper flogen in Richtung Werder-Fans. Auch der Rasen wurde getroffen.

Copyright: IMAGO/Nordphoto

HSV-Fans zündeten im Gästeblock Raketen und Rauchbomben. Einige Knallkörper flogen in Richtung Werder-Fans. Auch der Rasen wurde getroffen.

Auch DAZN bekam den Vorfall während seiner Übertragung der Partie zu spüren. Der Streaminganbieter, der am Samstag die Bundesliga-Konferenz überträgt, unterbrach die Sendung – weil Moderatorin Christina Rann und TV-Experte Tobias Schweinsteiger, die am Spielfeldrand die Vorberichterstattung bestritten, kurzerhand in Deckung gehen mussten.

„Weg, weg, weg!“, rief Rann. Dann wandte sie sich an die Zuschauer: „Wir müssen einmal ganz kurz auf unsere Sicherheit achten. Ich hoffe, das ist in Ordnung. Deswegen kurze Pause, wir entscheiden dann, wie es weitergeht. Wir atmen alle erst einmal durch.“ Es folgte eine Werbeunterbrechung. Dann beruhigte sich die Lage zunächst, sodass die Partie angepfiffen werden konnte. (dpa/oke)

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