Viktoria Köln hat nach dem verpatzten Auftakt im eigenen Stadion auswärts zurück in die Erfolgsspur gefunden.
Eigentor und TraumsoloViktoria merzt Auftaktpleite aus und feiert 100. Sieg

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Viktoria Köln hat am 2. Spieltag den ersten Dreier eingefahren.

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Nach der deutlichen Auftaktpleite gegen Jahn Regensburg ist Viktoria Köln nun auch in der neuen Saison der 3. Liga angekommen. Am 2. Spieltag gewann die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm verdient mit 3:1 beim VfB Stuttgart II.
Viktoria hatte nach dem verpatzten Auftakt (2:5 gegen den Jahn) einiges gutzumachen. Und fast wäre den Höhenbergern in Großaspach bei den VfB-Bubis der perfekte Start gelungen. Schon in der 2. Minute hatte David Otto die Führung auf dem Fuß, vergab aber leichtfertig. Nach einem langen Ball war zuvor Lucas Wolf auf links frei durch und spielte die flache Hereingabe perfekt zum Viktoria-Stürmer, der aus kurzer Distanz genau auf den Stuttgarter Torwart zielte.
Viktoria geht fahrlässig mit Chancen um – dann hilft Stuttgart
Nur wenig später die nächste Riesenchance für die Gäste: Niklas Castelle setzte sich zunächst mit einer schönen Finte im Strafraum durch und stand frei vor Torwart Jerik von der Felsen, der mit einer starken Fußparade das Tor verhinderte. In der 17. Minute setzte zudem Alexander Prokopenko bei seinem Startelf-Debüt einen direkten Freistoß knapp über das Tor.
Der VfB war zwar um einen gepflegten Spielaufbau bemüht, doch die Chancen gehörten der auf Konter lauernden Viktoria. Der Treffer wollte aber nicht fallen – bis Köln kurz vor der Pause mächtig Unterstützung vom Gastgeberteam bekam. Im Duell mit Niklas Swider versuchte Maximilian Herwerth, zu klären. Doch sein verunglückter Rückpass auf den Stuttgarter Keeper wurde zum unhaltbaren Heber (45.+2).
Eigentor hin oder her: Die Führung für Viktoria war zweifellos verdient, wäre aber im direkten Gegenzug fast wieder dahin gewesen, als Oliver Rölke nach einer Flanke am bis dahin beschäftigungslosen Arne Schulz im Viktoria-Tor scheiterte.
Nach der Pause machte es Rölke dann besser. Nach einer Hereingabe von Jarznho Malanga traf er im Nachfassen zum 1:1. Doch nur wenige Minuten später stellte Prokopenko die Kölner Führung mit einem Traumsolo, das er mit einem perfekten Rechtsschuss abschloss, wieder her. Dafür gab es völlig verdient Szenenapplaus von den Teamkollegen.
Prokopenko ging danach runter, doch Viktoria hielt den Schwung bei. Nach einem schönen Pass von Swider startete der für Prokopenko eingewechselte Yannick Tonye über rechts und legte in der Mitte auf den mitgelaufenen Otto ab (61.). 3:1 für die Gäste.
Im Anschluss plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Stuttgart schaffte es nicht, Viktoria noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es blieb beim 3:1-Erfolg – es war der 100. Sieg für Viktoria in der 3. Liga.
Trainer Marian Wilhelm zeigte sich danach erleichtert, dass sein Team es – anders, als in der Vorwoche – geschafft hatte, die zu Beginn vergebenen Chancen abzuschütteln. „Da hast du schnell das Gefühl, das ist ein Déja-vu. Aber wir sind dran geblieben und gefährlich geblieben“, sagte er bei MagentaSport.


