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„Das ist nur dumm“ Wutrede im TV: Bochums Torwart Riemann platzt nach Pleite in Leipzig der Kragen

Bochums Torwart Manuel Riemann reagiert nach dem Treffer zum 1:0 für RB Leipzig.

Bochums Torwart Manuel Riemann brüllt beim Spiel gegen Leipzig am 2. Oktober 2021 seinen Frust raus.

RB Leipzig kann lange Zeit auch gegen Aufsteiger Bochum nicht überzeugen. Doch mit seinen Einwechslungen liegt Coach Jesse Marsch richtig. VfL-Keeper Manuel Riemann macht das richtig sauer.

Leipzig. Da ist einem aber mal so richtig der Kragen geplatzt. Bochums Keeper Manuel Riemann (33) war nach der 0:3-Niederlage des VfL bei RB Leipzig am Samstagabend (2. Oktober 2021) total bedient.

Nur acht Minuten reichten den Gastgebern, um die Bochumer in die Knie zu zwingen. Nach fast 70 torlosen und enttäuschenden Minuten wechselte RB-Coach Jesse Marsch (47) den 23-Millionen-Mann André Silva (25) ein. Und nur 42 Sekunden später köpfte er eine Ecke zum 1:0 ins Netz.

Drei Minuten später legte er Christopher Nkunku das 2:0 auf. Mit dem 3:0 machte der Franzose den Deckel drauf (78.). Dass die lange Zeit so ordentliche Partie dann doch so schnell entschieden war, ärgerte Riemann maßlos. „Wir verlieren hier ein Spiel schon wieder, nachdem wir bei einer Standardsituation pennen. Da ist es egal, was für einen Kaderwert die haben und ob die 45 Millionen, 100 Millionen oder 200 Millionen einwechseln. Von denen laufen da vier Leipziger Spieler nach, die den Ball über die Linie stolpern wollen. Von uns steht genau keiner da.“

Manuel Riemann über Leipzig: „Egal, was für einen Kaderwert die haben“

Der Keeper putzte sein Team am Sky-Mikro mächtig runter. „Das ist einfach zu wenig, das hat auch nichts mit Naivität oder sowas zu tun. Man weiß schon, dass man einen Eckball verteidigen muss, das ist dumm. Aber vielleicht weiß es nicht jeder. Ganz ehrlich: Bei zehn Spielern, naja, vielleicht bei acht, geht dann der Kopf runter. Das sagen wir schon lange. Wir müssen jetzt schnell anfangen, die Dinge umzusetzen.“

Christopher Nkunku von RB Leipzig trifft gegen Manuel Riemann vom VfL Bochum.

Leipzigs Christopher Nkunku lupft den Ball über Bochums Keeper Manuel Riemann am 2. Oktober 2021 ins Tor.

Frust beim VfL, Freude bei Leipzig. „Es war ein besseres Spiel von uns. In der ersten Halbzeit, wenn wir vor dem Tor konsequenter sind, können wir deutlich führen. Insgesamt ist es in einem solchen Spiel, wenn der Gegner viele lange spielt, ein Kampf. Man muss die zweiten Bälle gewinnen und dann die Tore machen“, sagte Marsch.

Wirbel gab es in der Partie auch schon früh. Nachdem Angeliño (4.) frei auf Riemann zulief und ihn umkurvte, köpfte Erhan Masovic den Ball von der Linie, ehe Yussuf Poulsen beim Fallrückzieher gefoult wurde. Schiedsrichter Robert Hartmann gab Strafstoß. Doch als Emil Forsberg bereits zum Punkt ging, schaute sich der Unparteiische nochmal die Szene und entschied: kein Elfmeter.

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Danach häuften sich die Fehlpässe im Leipziger Aufbauspiel - die RB-Fans quittierten das lautstark mit Pfiffen. Erst der Schlussspurt erlöste die Gastgeber – und sorgte für die Frust-Explosion beim Aufsteiger.

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