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Eta kann es nicht richtenUnion Berlin kassiert in Leipzig die nächste Pleite im Abstiegskampf

RB Leipzig - 1. FC Union Berlin

Copyright: Jan Woitas/dpa

Trainerin Marie-Louise Eta von 1. FC Union Berlin war sehr engagiert an der Seitenlinie.

Union-Pleite in Leipzig: Auch unter Eta hält die Krise an.

Marie-Louise Eta hat es wieder nicht geschafft: Auch im zweiten Spiel unter ihrer Leitung bleibt Union Berlin ohne Erfolg und die Negativserie hält an. Für die Eisernen wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner nach einer schmerzhaften 1:3 (0:2)-Pleite bei RB Leipzig.

Während die Leipziger mit dem fünften Erfolg hintereinander ihre Ambitionen auf die Champions League untermauern, warten die Hauptstädter nun seit fünf Partien auf einen Dreier. Vor 47.800 Zuschauern im Stadion sorgten Max Finkgräfe (22. Minute) und direkt danach Romulo (25.) für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Ridle Baku (63.), bevor Danilho Doekhi (78.) mit seinem Tor nur noch für eine kleine Korrektur des Ergebnisses sorgen konnte.

Etas Wiedersehen in Leipzig mit warmer Geste

Eine besonders emotionale Szene gab es schon vor dem Anpfiff: RB-Coach Ole Werner empfing Marie-Louise Eta mit einer innigen Umarmung. Für die 34-Jährige war es ein besonderes Spiel, denn ihr Ehemann Benjamin trainiert die U20-Frauen von RB. Die Verbindung zu Werner ist ebenfalls eng: 2022 absolvierte sie eine Hospitanz in Leipzig und schaute dem Trainer später auch in Bremen bei der Arbeit zu.

An der Seitenlinie zeigte sich Eta bei ihrer Auswärtspremiere als Chefin voller Energie, gab lautstark Anweisungen und klatschte Beifall. Ihr Kontrahent Ole Werner wirkte deutlich gelassener, obwohl er kurz vor dem Spiel den Ausfall des kranken Nicolas Seiwald kompensieren musste.

Leipzig schockt Union mit zwei schnellen Toren

Dabei hätte Leipzig schon früher in Führung gehen können. In der 9. Minute hatte Romulo die erste Riesenmöglichkeit, scheiterte aber erst an Union-Keeper Frederik Rönnow und dann an Andras Schäfer, der den Ball von der Linie kratzte. Die Berliner agierten, wie die dpa meldet, aus einer tiefen Abwehr und hofften auf schnelle Gegenstöße. Dieser Plan wurde jäh durchkreuzt: Nach einem starken Solo von Leipzigs Diomande kam der Ball über Umwege zu Finkgräfe (22.), und der hämmerte die Kugel zu seinem ersten Treffer für RB ins Netz.

Der Jubel war kaum verklungen, da zappelte der Ball schon wieder im Netz der Gäste. Ein verunglückter Abwehrversuch von Leopold Querfeld landete direkt bei Romulo (25.). Der fackelte nicht lange und überwand Rönnow mit einem gefühlvollen Heber zum 2:0.

Nächster Rückschlag: Union-Keeper Rönnow verletzt vom Platz

RB Leipzig - 1. FC Union Berlin

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Torwart Frederik Rönnow von Union Berlin musste frühzeitig verletzt ausgewechselt werden.

Zu allem Überfluss musste kurz nach dem 0:2 auch noch Torwart Rönnow verletzt vom Feld; für ihn kam Carl Klaus in die Partie. Die Zwangspause nutzte Trainerin Eta für eine energische Ansprache an ihre Mannschaft, die sichtlich angeschlagen wirkte. Der neue Mann im Tor, Klaus, zeichnete sich direkt aus und verhinderte mit einer Glanztat kurz vor dem Halbzeitpfiff das dritte Gegentor (40.). Auf der anderen Seite ließ Oliver Burke (45.+2) die riesige Gelegenheit zum Anschluss liegen, als er frei auf Maarten Vandevoordt zulief, aber am belgischen Schlussmann von Leipzig scheiterte.

In der zweiten Halbzeit agierten die Berliner offensiver, doch das spielte den Gastgebern in die Karten. Die Leipziger bekamen nun mehr Platz für ihre schnellen Angriffe. Einen solchen Konter schloss Ridle Baku (63.) nach einem Zuckerpass von Diomande zur Vorentscheidung ab. Zwar keimte bei den Union-Anhängern durch den Kopfballtreffer von Doekhi zum 1:3 noch einmal kurz Hoffnung auf, doch diese war nur von kurzer Dauer. Ein weiteres Tor der Hauptstädter in der Nachspielzeit zählte wegen einer Abseitsposition nicht.

Irre Szene: RB-Boss spult Kilometer auf dem Laufband ab

RB Leipzig - 1. FC Union Berlin

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Red Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff läuft während der Partie für den guten Zweck.

Eine ungewöhnliche Szene spielte sich am Spielfeldrand ab: Oliver Mintzlaff, der Aufsichtsratschef von Leipzig und Geschäftsführer von Red Bull, absolvierte während des Spiels zweimal 10 Kilometer auf einem Laufband direkt neben der Trainerbank. Der frühere Langstreckenläufer nutzte diese Aktion, um Spenden für einen wohltätigen Zweck zu sammeln, wobei auch Jürgen Klopp Geld beisteuerte. Gleichzeitig machte er Werbung für den „Wings for Life World Run“, der am 10. Mai stattfindet. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Danilho Doekhi (1. FC Union Berlin) und Christoph Baumgartner (r, RB Leipzig) kämpfen um den Ball.

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