Abo

„Wenn was passt, lege ich los“Sandro Wagner über sein Augsburg-Aus und ein Bayern-Vorbild

Sandro Wagner

Copyright: Harry Langer/dpa

Sandro Wagner ist nach seiner Trennung von Augsburg noch ohne neuen Verein. (Archivbild)

Sandro Wagner über sein Aus, neue Nummer und ein Vorbild.

Seit seinem Aus beim FC Augsburg vor knapp fünf Monaten ist es still geworden um Sandro Wagner (38). Er will sich bewusst nicht ins Gespräch bringen. „Ich möchte im Moment keine Aufmerksamkeit. Ich will auch nie der Trainer sein, der sich anbiedert oder öffentlich auf der Suche ist, ich will einfach nur vorbereitet sein, wenn was kommt“, offenbarte der 38-Jährige gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, wie die dpa meldet.

Dabei hätte er schon längst wieder auf der Trainerbank sitzen können. „Ich hätte auch schon wieder arbeiten können, wenn ich das gewollt hätte“, bestätigte er in seinem ersten Gespräch seit dem geplatzten Bundesliga-Traum. Doch für Wagner gilt eine klare Devise: „Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht.“

Radikaler Schritt nach Augsburg-Aus

Sein Engagement als Hauptverantwortlicher in Augsburg endete abrupt nach lediglich 14 Partien. Ein Erlebnis, das ihn zum Umdenken bewegte – und zu einem krassen Schritt. Wagner tauchte nicht nur komplett unter, sondern besorgte sich sogar eine neue Handynummer.

Der Hintergrund dazu ist ein echter Hammer! „Die Handynummer hätte ich schon viel früher wechseln sollen, ich glaube, ganz Fußballdeutschland kannte meine Nummer“, erklärt Wagner. Der Stress im Trainerjob sei enorm. „Wenn man in der Mühle drinsteckt, merkt man gar nicht, wie anstrengend das ist. Deshalb war es wichtig, mich mal kurz rauszunehmen. Ich konnte durchschnaufen und reflektieren.“

Klare Ansage: „Ich war der Trainer“

Dass er unfair behandelt wurde, findet er trotz des gewaltigen Medientrubels nicht. Seine Antwort darauf ist kurz und trocken: „Nein, null“. Wagner weiter: „Im Fußball sind wir total privilegiert, deswegen find’ ich auch nichts unfair, was da war. Ich war der Trainer, ich war verantwortlich für die Ergebnisse. Insofern: Kein Problem!“

Im Gegenteil, er schaut ohne Groll auf die Episode in Augsburg zurück, wie er klarstellt. „Ich habe viel gelernt und bin dem FCA auch für immer dankbar“, lautet seine Bilanz. Es sei eine bedeutende Lektion für ihn gewesen, die ihn aber nicht umwerfe.

Überraschendes Idol: Wagner blickt zum Bayern-Coach

Eine entscheidende Erkenntnis hat er aus dem Kapitel Augsburg mitgenommen: Seinen Ruf als kantiger und meinungsfreudiger Typ möchte er nicht zusätzlich befeuern. „Es gab schon ein, zwei Aussagen von mir, bei denen ich mich ein Stück weit vergaloppiert habe“, räumt er ein. Künftig will er nach Partien gelassener sein – und orientiert sich dabei an einem unerwarteten Idol: „Vincent Kompany ist in dieser Hinsicht ein großes Vorbild: Sich nicht angreifbar zu machen, beherrscht kaum einer so gut wie er.“ (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Hängende Köpfe bei den Düsseldorf-Profis in Magdeburg.

2. Bundesliga live

Düsseldorf und Braunschweig im Keller-Fernduell