Jürgen Klopp muss bei den kommenden Länderspielen Waldemar Anton ersetzen.
Trotz Abwehr-AusfallKlopp verzichtet weiter auf Ex-Kölner Bisseck
Bundestrainer Jürgen Klopp muss in den letzten Länderspielen des Jahres auf Waldemar Anton verzichten. Der 30 Jahre alte Innenverteidiger von Borussia Dortmund kann wegen muskulärer Probleme nicht bei den Partien der Nationalmannschaft in Serbien und gegen die Niederlande dabei sein, wie sein Klub mitteilte.
Klopp reagierte auf den Ausfall und nominierte, vielleicht etwas überraschend, Ridle Baku und damit keinen gelernten Innenverteidiger nach. Für den ein oder anderen wäre eine Nominierung von Yann Aurel Bisseck vielleicht naheliegender gewesen.
Klopp hält Bisseck-Diskussion für „legitim“
Die Nicht-Berücksichtigung des gebürtigen Kölners hatte Klopp unter der Woche damit begründet, dass es das Duo Anton und Malick Thiaw in der vergangenen Länderspielpause nach dem Ausfall von Nico Schlotterbeck „unfassbar gut gemacht“ habe. Thiaw spielte, anders als Bisseck bei Inter Mailand, zuletzt in seinem Verein Newcastle United nicht regelmäßig. Dennoch gab Klopp ihm den Vorzug. „Das hat für mich nicht so eine Riesen-Relevanz“, erklärte er.
„Da kommt jetzt natürlich – verstehe ich auch – die Frage, wenn Thiaw nicht spielt, aber Bisseck spielt alles und ist nicht dabei“, führte er aus: „Das gehört zu diesen Diskussionen, die erstens legitim sind und zweitens nur dann geführt werden, wenn man mehr Qualität hat, als man eigentlich mitnehmen darf. Da würden mir noch ein paar einfallen, die das einfach richtig gut machen. Aber für uns, in diesem Moment, ist das die Achse, auf die wir jetzt setzen.“ In eben dieser Achse fehlt nun aber Anton.
Durch den Personaltausch verändert sich auch die Rolle von Finn Jeltsch. Der Stuttgarter war eigentlich als Backup für Philipp Treu als rechter Außenverteidiger von Klopp nominiert worden. Jetzt ersetzt er Anton für eine Position in der Innenverteidigung, Baku ist der neue, nominell zweite rechte Außenverteidiger.
Die Nationalmannschaft kommt an diesem Montag in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf den Abschluss der Gruppenphase in der Nations League zusammen. Am Freitag (20.45 Uhr/RTL) ist Serbien in Belgrad der erste Kontrahent. Drei Tage später geht es im Berliner Olympiastadion gegen die Niederlande.
Als Tabellendritter mit drei Punkten Rückstand auf die Niederlande und Griechenland kämpft die DFB-Elf noch um den Einzug in die K.-o-Runde des UEFA-Wettbewerbs. Nur der Gruppensieger und der Tabellenzweite erreichen das Viertelfinale. Als Tabellendritter drohen die Abstiegs-Playoffs, als Tabellenvierter ist der direkte Abstieg möglich. (are/dpa)
