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Bundesliga-Star in Mega-FormEx-FC-Trainer sicher: „Wird nicht mehr klappen“

Niclas Füllkrug ballert ohne Ende. Dennoch würde Ex-FC-Trainer Steffen Baumgart auf ihn im DFB-Team verzichten.

Aktuell netzt er am Fließband ein! Bereits neun Treffer verbucht Niclas Füllkrug (33) auf seinem Konto. Durch diese Ausbeute thront der Torjäger von Werder Bremen im Ranking der besten Liga-Schützen ganz oben.

Während der vergangenen sieben Partien im deutschen Oberhaus gelang ihm immer mindestens eine Bude. Auf diesem Weg zog der Routinier sogar mit einer historischen Bestmarke des Klubs gleich, welche einst Rudi Völler aufgestellt hatte.

Nachwuchs erhält bei Baumgart den Vorzug

Ein garantiertes Ticket für die deutsche Nationalmannschaft bedeutet dieser Lauf allerdings keineswegs. Als das Thema rund um eine Berücksichtigung des Knipsers jüngst aufkam, bremste Nationalcoach Jürgen Klopp (59) die Erwartungen merklich: „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“ Jetzt hat sich ebenfalls Steffen Baumgart (54) in die Debatte eingeschaltet und vertritt eine deutliche Haltung. Das berichtet „sportbild.bild.de“.

Im Format „Die Lage der Liga“ bezog der frühere Coach aus dem Oberhaus Position. Dabei analysierte er, wie die Karten des Torjägers unter Klopp stehen. Ohne Umschweife brachte Baumgart seine Sichtweise auf den Punkt: „Dass er im Moment der beste Stürmer ist, das mag alles sein. Aber wenn wir die nächste Europameisterschaft und Weltmeisterschaft vorbereiten, da bin ich mir relativ sicher, dass es vielleicht nicht mehr klappen wird.“

Kleiner Rückblick: Selbst als sein Zähler bereits bei acht Treffern in dieser Spielzeit stand, blieb eine Berufung für das Nationalteam aus. Im Anschluss daran hatte sich der Angreifer der Grün-Weißen zu den Worten von Klopp bezüglich seines Jahrgangs geäußert.

Aus Sicht von Baumgart steht für den Verantwortlichen an der Seitenlinie eine spezielle Mission im Vordergrund. „Das, was Jürgen Klopps Aufgabe ist, ist es, die Mannschaft zu entwickeln. Wir haben viele sehr junge, talentierte Spieler, die nicht so weit sind wie Fülle. Er macht es auch überragend. Wenn er eingeladen wird, dann ist auch keiner da, der sich beschwert“, erläuterte der Fußballlehrer.

Letztlich bewertet Baumgart die gesamte Situation komplett aus dem Blickwinkel eines Trainers. Deshalb gelangt er zu einem klaren Fazit: „Ich verstehe schon den Gedankengang, dass, wenn du was aufbauen willst, du langfristiger denken musst. Dass er im Moment, das mehr als verdient hat, das ist nicht die Frage. Sondern die Frage ist: Wo wollen wir hin? Nein, ich würde auch auf die Jungen setzen. Und würde auf die Weiterentwicklung der Nationalmannschaft setzen.“

Einen Punkt möchte Baumgart jedoch unbedingt klarstellen: Die herausragende Formkurve der Offensivkraft aus dem hohen Norden schmälert er keinesfalls. Aus diesem Grund unterstrich er erneut mit Nachdruck: „Wenn er eingeladen wird, dann ist auch keiner da, der sich beschwert.“

Wie denkt eigentlich Füllkrug darüber? Bereits am 9. Oktober – direkt im Anschluss an das 2:2-Remis gegen die Dortmunder Borussia – sprach der Profi über ein eventuelles Comeback im Adler-Trikot.

Zwar hielt sich seine Begeisterung für diese Dauer-Diskussion in Grenzen, doch er lieferte ein echtes Treuebekenntnis: „Ich spreche nicht gerne darüber. Ich glaube, Jürgen Klopp hat während der Länderspielpause schon viel darüber gesprochen und seine Nominierungen zeigen, dass sie sehr zukunftsorientiert sind. Aber wenn mein Land mich braucht, bin ich da. Selbst mit 40 oder noch älter wäre ich immer noch bereit.“ (red)