Keine DFB-Berufung für Karim Adeyemi! Ex-Keeper Roman Weidenfeller nennt den möglichen Grund.
Adeyemi nicht nominiert„Denkzettel“ von Klopp? Ex-BVB-Star mit Verdacht
Für die anstehenden Duelle der Nationalmannschaft gegen Serbien am 13.11. sowie drei Tage später am 16.11. gegen Holland muss Karim Adeyemi zuschauen! Bundestrainer Jürgen Klopp (59) verzichtet bei dieser Länderspielreise komplett auf den früheren Dortmunder Angreifer.
Dass der 24-Jährige aus dem Aufgebot gestrichen wurde, sorgt bei einigen Experten für großes Staunen. Das berichtet „bild.de“.
Weidenfeller über Adeyemi: „Das passt Jürgen Klopp gar nicht“
Klopp gab in der Offensive unter anderem FC-Star Said El Mala (20) den Vorzug. Doch woran liegt Adeyemis Ausbootung wirklich? Der einstige BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller, mittlerweile 46 Jahre alt und 2014 selbst Weltmeister geworden, äußerte eine deutliche Vermutung. Während seines Auftritts beim TV-Format „Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk“ auf dem Sender Sky analysierte er die Personalie rund um den Flügelstürmer ganz genau.
Zunächst fand der einstige Keeper durchaus positive Worte für die bisherigen Leistungen des Offensivmannes unter dem neuen Coach. So blickte der TV-Experte wohlwollend auf Adeyemis Start unter Klopp: „Er hat gegen die Niederlande sehr gut begonnen. Hat aber noch eine Großchance leider drüber geknallt. Das wäre eigentlich das Siegtor gewesen für die Deutschen in Holland.“
Beim darauffolgenden Kräftemessen mit den Griechen bot sich jedoch ein völlig anderes Bild. Weidenfeller sah das Spiel in Augsburg von der Tribüne aus und beobachtete ein Defizit: „Karim hat zu spät reagiert, immer wieder den Rückwärtsgang einzuschalten. Und das passt Jürgen Klopp gar nicht.“
Laut dem ehemaligen Torhüter, der Klopp noch aus Dortmunder Zeiten kennt, herrscht unter dem Übungsleiter nämlich ein unumstößliches Gesetz auf dem Rasen: „Natürlich hast du nach vorne hin immer alle Freiheiten bei Jürgen, aber den Rückwärtsgang, den musst du immer einschalten.“
Exakt in diesem Verhalten vermutet Weidenfeller nun den Auslöser für die Nicht-Berücksichtigung. „Ich glaube, das sind so die kleinen Dinge, die dann hinterher Jürgen stören, wo es vielleicht eventuell auch sein kann, dass er deswegen nicht eingeladen wurde. Als kleinen Denkzettel vielleicht.“
Allerdings sorgt Adeyemis Fehlen im Kader auch bei anderen Beobachtern für Stirnrunzeln, etwa bei Dietmar Hamann (53). „Adeyemi wundert mich wirklich, den hätte ich gerne mitgenommen. Es sind nicht viele Spieler dabei, die das höchste Tempo haben. Das kann aber nur der Bundestrainer beantworten“, so der Sky-Experte.
Fakt ist jedoch ebenfalls, dass der Offensiv-Akteur im Verein unter Trainer Hansi Flick beim FC Barcelona aktuell keinen festen Platz in der ersten Elf besitzt. Zuletzt zeigte seine persönliche Form bei den Katalanen immer deutlicher nach unten. (red)

