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„Finde ich schon schräg“Steffen-Aus in Bremen: Effenberg geht auf Bremer Co-Trainer los

Stefan Effenberg hatte im „Doppelpass“ bei Sport1 eine klare Meinung zum Trainer-Aus bei Werder Bremen. Auch die Besetzung des Interims-Duos überzeugte den Ex-Nationalspieler nicht.

Schon wieder ein großes Trainer-Thema im „Doppelpass“ auf Sport1! Erst vor zwei Wochen war Dino Toppmöller (45) während der Sendung bei Eintracht Frankfurt entlassen worden, an diesem Sonntag (1. Februar 2026) verkündete Werder Bremen eine Stunde vor Sendebeginn das Aus von Horst Steffen (56).

Kein Wunder also, dass der Experten-Talk in der gesamten ersten Stunde kurzfristig einen grün-weißen Anstrich verpasst bekam. Stefan Effenberg (57) empfand die Trennung von Steffen nicht nur als vorschnell, sondern übte auch Kritik an dessen bisherigem Co-Trainer Raphael Duarte (29).

Werder Bremen sucht externe Trainer-Lösung

Der Luxemburger hatte auf den Tag genau vor exakt vier Jahren die gemeinsame Arbeit mit Steffen aufgenommen, war seitdem dessen Assistent bei der SV Elversberg. Im Sommer wechselte er dann mit seinem Chef aus der 2. Bundesliga an die Weser.

Während die Erstliga-Premiere für Steffen nach gerade mal 20 Spielen beendet ist, bleibt Duarte den Bremern erhalten. Er bildet das Interims-Duo an der Seite von Ex-Werder-Profi Christian Groß (36), der seit Sommer dem Trainerstab des viermaligen Deutschen Meisters angehört.

„Duarte ist ganz interessant, weil er eben mit Steffen kam aus Elversberg. Oft ist es dann so, dass dann beide weggehen. Das ist jetzt ein bisschen anders“, sagte „Doppelpass“-Moderator Florian König (58) über die Personalie.

Effenberg formulierte es noch deutlich schärfer. „Das ist schräg. Weil du normal als Team kommst, ob es jetzt zwei, drei oder vier im Trainerteam sind, und du gehst eigentlich auch zusammen“, betonte er: „Das heißt für mich Loyalität. Und das sehe ich hier nicht. Das verstehe ich jetzt nicht, das finde ich schon schräg.“

Stefan Effenberg spricht im Doppelpass.

Stefan Effenberg im „Doppelpass“ am Sonntag (1. Februar 2026).

Ein komplettes Novum in der Branche ist es allerdings nicht, dass Co-Trainer die Entlassung ihres Chefs bei Bundesliga-Vereinen „überleben“ und auch über deren Amtszeit hinaus ihren Job behalten. Die früheren Zeiten, als Trainer oftmals einen Co-Trainer über viele Jahre zu verschiedenen Stationen mitgebracht hatten, sind inzwischen überholt.

Dass Duarte außerdem schnell wieder ins zweite Glied rücken wird, machte Bremens Sport-Boss Clemens Fritz (45) ohnehin deutlich. „Das Ziel ist ganz klar eine externe Lösung“, sagte er über die am Sonntagmorgen eingeleitete Trainersuche an der Weser.

Horst Steffen vor einem Spiel von Werder Bremen.

Trainer-Aus in der Bundesliga

Entlassung nach zehn Spielen ohne Sieg verkündet