Streik bei Eurowings Köln und Düsseldorf: Viele Ausfälle an NRW-Airports

„Verhalten war nicht zu akzeptieren“ Werder-Boss verteidigt Stadion-Rauswurf von Ex-Keeper Wiese

Tim Wiese betritt die Tribüne des FC Oberneuland.

Tim Wiese beim Besuch des Pokal-Spiel zwischen dem FC Oberneuland und Darmstadt 98 am 11. August 2019.

Ex-Werder-Torwart Tim Wiese ist beim Nord-Derby gegen den HSV aus dem Weserstadion geschmissen worden. Die Legende findet harte Worte für das Verhalten seines ehemaligen Klubs, Werder verteidigt sich. 

Bremen. Bei der 0:2-Niederlage von Werder Bremen im Nord-Derby gegen den Hamburger SV gab es wieder jede Menge Gesprächsstoff. Vor allem die Schiedsrichterleistung von Sascha Stegemann (36) brachte viele Werder-Fans zur Weißglut. Neben dem Ärger auf dem Platz hat sich aber auch auf den Rängen des Weserstadions ein kleines Schauspiel abgespielt: Tim Wiese (39) soll in eine Rangelei verwickelt gewesen und anschließend rausgeflogen sein.

Tim Wiese aus VIP-Loge bei Werder Bremen geworfen

Eigentlich wollte Ex-Nationaltorwart Tim Wiese gemeinsam mit seinen Freunden nur einen schönen Fußballabend im Weserstadion genießen. Wie die „Bild“ berichtet, wurde daraus aber gleich aus zweierlei Sicht nichts. Nachdem der Derbyheld von 2009 aus der Loge eines Freundes zuschauen musste, wie der HSV das Nordderby mit 2:0 für sich entschied, wurde die Werder-Legende kurzer Hand aus dem Stadion geschmissen.

Alles zum Thema Hamburger SV

Grund dafür sei das Fehlen der VIP-Bändchen. Eine Mitarbeiterin von Werder sei darauf aufmerksam geworden und wollte Wiese mithilfe der Stadion-Security rauswerfen, obwohl der befreundete Logen-Inhaber mehrfach betonte, dass es sich bei dem Ex-Werder-Keeper um seinen Gast handle.

Als die Ordner dann Wiese und seine Freunde tatsächlich aus dem Stadion geleiten wollten, soll es zu einem Wortgefecht mit anschließendem Gerangel gekommen sein. Trotz vergeblicher Versuche vonseiten des Logen-Inhabers musste der Ex-Profi daraufhin das Weserstadion verlassen. 

Tim Wiese wettert gegen Werder: „Einfach nur lachhaft“

Im Nachhinein zeigte sich Wiese gegenüber sichtlich empört über den Umgang mit ihm: „Das war komplett überzogen. Die Aktion passt zum Spiel und zum Verein. Einfach nur lachhaft. Ich habe mich gefühlt wie ein Aussätziger!“

Werder Bremen stellt den Sachverhalt etwas anders dar. Wiese sei auf der Tribüne nach dem Abpfiff von seinem eigentlichen Platz in einen anderen Bereich gegangen. Dort habe er sich aufgrund des momentan gültigen Hygienekonzepts aber nicht aufhalten dürfen.

Bremens Geschäftsführer: „Es gibt keinen Prominenten-Bonus“

Bremens Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald (60) erklärte, Wiese habe sich uneinsichtig gezeigt und sich über Anweisungen des Sicherheitspersonals hinweggesetzt. „Sein Verhalten gegenüber unserer Mitarbeiterin war nicht zu akzeptieren. Als er wieder zu seinem Platz zurückbegleitet werden sollte, zog er es vor, das Stadion zu verlassen“, sagte Hess-Grunewald. „Bei diesen Regeln, auf deren Einhaltung wir penibel achten müssen, gibt es keinen Prominenten-Bonus.“

Wiese stand zwischen 2005 und 2012 für die Grün-Weißen 266 Mal auf dem Platz und gewann in der Saison 2008/09 den DFB-Pokal. Während seiner Zeit in Bremen reifte der Torhüter zwischenzeitlich zu einem der besten Keeper Deutschlands heran.

Der Keeper erklärte, er habe ein paar Freunden „tschüss“ sagen wollen. „Um mehr ging es gar nicht“, sagte er „deichstube.de“. Der sechsmalige Nationalspieler fühlte sich vom Ordnungspersonal „hart angegangen“ und verließ das Stadion. „Es hieß einfach nur: „Raus, raus, sofort raus!““, sagte Wiese und nannte dies komplett überzogen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.