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Super-League-Klubs drohen der UEFA Attacke von Real, Barcelona und Juventus

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Florentino Perez (hier am 11. März 2019) attackiert die UEFA.

Nyon – Die drei „unverbesserlichen“ Super-League-Gründer Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin gehen nach den „inakzeptablen Drohungen“ durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) zum Gegenangriff über. In einer am Samstag (8. Mai) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung erhebt das Trio seinerseits Vorwürfe gegen die UEFA. Man selbst, betonen die Klubs, habe lediglich „zum Wohle des Fußballs“ gehandelt und spüre „die Verpflichtung durchzuhalten“.

  • Real Madrid, Barcelona und Juventus Turin rücken weiter nicht von der Super League ab
  • Die drei Klubs erheben schwere Vorwürfe gegen die UEFA
  • Die UEFA will mit juristischer Härte gegen die drei Spitzenklubs vorgehen

Der Kontinentalverband dagegen verweigere sich weiterhin jeglichen Diskussionen um die zunächst krachend gescheiterten Super-League-Pläne, hieß es. Stattdessen kämen nur „inakzeptable Drohungen und fortgesetzter, unerträglicher Druck“. Außerdem sei der UEFA wie dem Weltverband FIFA bereits gerichtlich untersagt worden, gegen die Gründung der Reichenliga vorzugehen, behauptet das Trio.

Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin attackieren UEFA

Real, Barca und Juventus betonen, dass die ursprünglich zwölf Super-League-Klubs ihr Vorhaben immer nur unter der Maßgabe der Zustimmung durch „UEFA und/oder FIFA“ hatten umsetzen wollen. Auch sei nie geplant gewesen, die jeweiligen nationalen Ligen zu verlassen. Des weiteren wiederholen sie ihre Argumente für die Super League: Finanzielle Stabilität in schwierigen Zeiten, ein Solidarfonds auch für kleinere Klubs, mehr Aufmerksamkeit auch für den Frauenfußball.

Die UEFA hatte am Freitagabend mitgeteilt, gegen die drei Vereine aus Spanien und Italien mit aller juristischen Härte vorgehen zu wollen, weil diese sich „bisher geweigert haben, der so genannten Super League abzuschwören“. Die Angelegenheit werde an die zuständigen Disziplinarorgane weitergeleitet. Dem wirtschaftlich angeschlagenen Fußball-Hochadel drohen massive Strafen.

Die anderen Gründungsmitglieder der Totgeburt Super League haben dagegen wohl in einem Canossagang Buße getan. „Im Geiste der Versöhnung und zum Wohle des europäischen Fußballs“ hätten die neun Reumütigen eingeräumt, dass das Projekt „ein Fehler war“, teilte die UEFA mit. Die Klubs entschuldigten sich bei den Fans, den nationalen Verbänden, Ligen, den anderen Vereinen und dem Kontinentalverband. Und: Neben der Verpflichtung zu einem finanziellen Ausgleich garantierten sie, „jegliche vertragliche Vereinbarung mit der Super League zu lösen“.

Liverpool, Manchester, Tottenham & Co. müssen 15 Millionen Euro spenden

Namentlich handelt es sich um die sechs englischen Klubs FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur, FC Arsenal und FC Chelsea sowie um AC und Inter Mailand aus Italien und Atletico Madrid. City und Chelsea bestreiten am 29. Mai das Finale der „UEFA Champions League“.

Die genannten Klubs werden insgesamt 15 Millionen Euro für die Förderung des Jugend- und Breitenfußballs spenden, teilte die UEFA mit. Außerdem müssen sie ihr fünf Prozent der Einnahmen aus einer Europapokalsaison für eine Neuverteilung überlassen.

Sollten Liverpool und Co. erneut umfallen und wieder mit den „Unverbesserlichen“ gemeinsame Sache machen, wäre unter anderem eine Strafzahlung von 100 Millionen Euro fällig. Real und Co. beeindruckt das wenig: Sie wollen weiter kämpfen - für die aus ihrer Sicht gerechte Sache. (sid)

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