Paris Brunner sorgt bei der AS Monaco weiter für Aufsehen. Nach seinem nächsten Treffer gegen den SC Freiburg stellt sich zunehmend die Frage nach einer möglichen DFB-Nominierung.
Zwei Sturm-Hoffnungen für Klopp?Ex-BVB-Sorgenkind drängt sich mit Torserie auf

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In der Conference League gegen den SC Freiburg konnte Paris Brunner erneut treffen.
Der Geniestreich von U21-Nationalspieler Paris Brunner (20) in der Conference League gegen den SC Freiburg war auch eine Empfehlung für Bundestrainer Jürgen Klopp (59).
Der 20 Jahre alte Stürmer von der AS Monaco gab sich nach dem 3:0 (1:0) am Donnerstagabend gegen den Bundesligisten verbal aber zurückhaltend.
Vom BVB nach Monaco
„Ich versuche das zu tun, was ich am besten kann und das ist Tore zu schießen. Sollte er es sehen, dann sieht er's“, meinte Brunner, U17-Weltmeister von 2023, bei RTL über Klopp und eine mögliche Einladung für die A-Nationalmannschaft. „Die Reaktion kommt von ihm. Ich mache einfach weiter und warte, was in der nächsten Zeit passiert.“ Kontakt habe er mit Klopp nicht.
Dank einer starken Einzelaktion erzielte Brunner (45.+2 Minute) die Führung für die Gastgeber. Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) erhöhten spät. Für Brunner war es das achte Saisontor im neunten Pflichtspiel. In der französischen Liga musste der Angreifer zuletzt allerdings pausieren. Wegen seines Kopf-ab-Jubels war er für zwei Spiele gesperrt worden, zwei weitere Partien wurden zur Bewährung ausgesetzt.
Schon im Nachwuchsbereich hatte Brunner sein großes Potenzial unter Beweis gestellt. Mit der deutschen U17 wurde er sowohl Welt- als auch Europameister und bei beiden Turnieren jeweils zum besten Spieler ausgezeichnet.
Damals stand der Stürmer noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Dort sorgte er allerdings auch abseits des Platzes für Schlagzeilen. Im Oktober 2023 suspendierte ihn der BVB aufgrund eines internen Vorfalls. Im Januar 2024 fiel Brunner erneut negativ auf, nachdem er sich Berichten zufolge gemeinsam mit einem Teamkollegen aus dem Mannschaftshotel geschlichen hatte.
Im Sommer 2024 folgte schließlich der Wechsel zur AS Monaco für rund vier Millionen Euro. Die Monegassen verliehen ihn zunächst direkt an Cercle Brügge, wo Brunner allerdings nicht wie erhofft Fuß fassen konnte. In der laufenden Saison zeigt der inzwischen 20-Jährige dafür eindrucksvoll, welches Potenzial in ihm steckt.
Neben Brunner empfiehlt sich mit Nicolo Tresoldi (22) ein weiterer junger Angreifer für die deutsche Nationalmannschaft. Der Stürmer des FC Brügge läuft derzeit für die deutsche U21 auf, hat sich aber noch nicht endgültig zwischen Deutschland und Italien entschieden.
Zunächst möchte er mit der DFB-Auswahl im kommenden Jahr noch die U21-Europameisterschaft bestreiten. In der laufenden Saison konnte er schon mit vier Toren in drei Champions-League-Partien glänzen.
Auch Klopp wurde unter der Woche beim Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern München und dem FC Arsenal auf die Personalie angesprochen: „Mit Tresoldi haben wir gesprochen, Mancini (Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini, Anm. d. Red.) auch. Das ist ein normales Thema. Ich finde das komplett in Ordnung, dass die Jungs nachdenken.“
Brunner und Tresoldi könnten damit perspektivisch zu zwei interessanten Optionen für den deutschen Angriff werden. Bereits Mitte November stehen für die A-Nationalmannschaft die nächsten beiden Partien in der Nations League an.
Während Tresoldi seine Entscheidung bis dahin noch nicht getroffen haben wird, bleibt abzuwarten, ob sich Brunners starke Leistungen schon bald in einer ersten Einladung von Klopp auszahlen. (dpa/han)
