Nach Klopps TV-Auftritt beim Münchner Königsklassen-Duell knallt es gewaltig: Jetzt teilen Söder und Kahn ordentlich aus!
Wirbel um Kimmich-AussagenSöder kritisiert Klopp: „Hat mich gewundert“

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Die Klopp-Aussagen werden heiß diskutiert.
Nur wenige Augenblicke stand er am Mikrofon, doch das Echo hallt immer noch gewaltig nach. Beim 2:2-Krimi in der Königsklasse zwischen den Münchner Bayern und Arsenal London plauderte DFB-Coach Jürgen Klopp (59) im TV drauflos.
Diese Worte heizen die Gemüter weiter extrem auf. Während auf dem Rasen längst Schluss ist, geht die hitzige Diskussion um den verantwortlichen Nationaltrainer erst richtig los. Nun schalten sich zwei prominente Kritiker ein. Beim Format „Triple“ auf Sky nahmen sich der ehemalige Münchner Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (57) sowie der bayerische Landesvater Markus Söder (59) den Übungsleiter kräftig zur Brust.
Zuerst Komplimente, danach Unverständnis: Söder springt Kane zur Seite
Den Chef der CSU befremdeten keineswegs bloß die heiß besprochenen Bemerkungen Klopps bezüglich der taktischen Ausrichtung von Coach Vincent Kompany (40) rund um Torjäger Harry Kane (33). Genauso sauer stieß ihm auf, welche Töne der Trainer in Richtung Joshua Kimmich (31) anschlug. Wegen eines Todesfalls innerhalb der engsten Familie konnte der Spielführer der Nationalelf nämlich nicht mitwirken. Das berichtet Sport1.
Zunächst klang alles noch ziemlich harmonisch. Der Parteivorsitzende adelte den Fußballlehrer einleitend als „eine Wahnsinns-Persönlichkeit“. Selbstverständlich stehe es ihm frei, „alles zu sagen, wir leben in einem freien Land.“
Unmittelbar darauf folgte jedoch der deutliche Widerspruch. Für den Politiker war es absolut unbegreiflich, weshalb der Nationalcoach Kompanys Matchplan bezüglich des englischen Stürmers anzweifelte. Er untermauerte dies prompt: „Kane hat in der Situation, in der so viele Spieler ausfallen, wahnsinnig viel geleistet, mit seinen Pässen das ganze Spiel gestaltet. Ich meine, wir wären in der Nationalmannschaft todfroh, wenn wir einen Harry Kane hätten.“
Dem Landeschef geht es hierbei um weitaus mehr als bloße Aufstellungsfragen. Er fordert einen Schulterschluss zwischen Verband und Branchenprimus – was er unmissverständlich klarmachte: „Ich finde schon, dass der Bundestrainer und der bedeutendste Verein des Landes in einem guten Miteinander leben sollten. Denn ohne den FC Bayern hat die deutsche Nationalmannschaft noch nie wirklich ganz erfolgreich agiert.“
Für noch größeres Kopfschütteln beim Politiker sorgte allerdings die Passage über den abwesenden Kimmich. Hinsichtlich des vom Schicksal getroffenen Führungsspielers merkte er an: „Da ist jemand (Kimmich, d. Red.) völlig durch. Er hat ihn dann zwar gelobt, das fand ich gut. Aber hat ihn dann mit zehn oder elf anderen Namen verglichen, die man jetzt nur, wenn man ganz großer Fußballfan ist, auch im Detail so bewerten würde. Das hat mich gewundert, diese Relativierung.“
Diese Angelegenheit berührt den Franken auch auf privater Ebene extrem. Er brachte das frühzeitige Versterben seiner eigenen Mutter Renate zur Sprache. Speziell aus dieser eigenen Erfahrung heraus empfinde er in dieser bitteren Phase tiefstes Mitgefühl für den Fußballprofi.
Womit genau hatte der DFB-Verantwortliche diesen Wirbel überhaupt ausgelöst? Während der Übertragung des Senders DAZN richtete sich der Fokus auf die Münchner Zentrale, welche gegen die Londoner aus Tom Bischof (21) sowie Aleksandar Pavlovic (22) bestand. Brisantes Detail: Exakt auf dieses Gespann vertraute der Auswahltrainer kürzlich ebenfalls im Rahmen der Nations League.
Die Sprengkraft dieses Themas war Klopp sichtlich klar. Er gestand von sich aus ein, dass jeglicher Kommentar bezüglich Bischof oder Pavlovic einem Drahtseilakt gleiche: „Ich finde es heute absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden. Wir können das ja nicht machen, ohne dass dann anschließend auch ein Kimmich-Thema daraus gemacht wird.“
Bekommt Jürgen Klopp das DFB-Team wieder hin?
Den Mund hielt er im Anschluss daran aber keineswegs. In der deutschen Auswahl gebe es schließlich „ja mehr als einen Mittelfeldspieler“, schob der Coach hinterher. Zudem ergänzte er: „Das ist eine Diskussion nur in diesem Land, wo es dann heißt, wenn einer mal nicht anfängt, dass er dann nie wieder spielt. Das ist richtig verrückt.“
Selbst eine prächtige Abstimmung zwischen Pavlovic und Bischof heiße im Umkehrschluss keinesfalls, „dass das nicht auch mit Jo Kimmich funktionieren kann oder mit Felix Nmecha oder mit Mika Baur oder mit Jannik Engelhardt. Die haben das auch richtig gut gemacht.“ Exakt diese Wortwahl stufte der bayerische Regierungschef als völlig deplatziert ein.
Ebenso fassungslos reagierte Kahn während der Fernsehdebatte. Der ehemalige Schlussmann der Nationalelf rief in Erinnerung, dass Klopp bei der Weltmeisterschaft 2026 noch für den Kanal Magenta TV das Geschehen am Mikrofon analysierte – und exakt dieser Tonfall sei nun wieder durchgekommen: „Ich habe nachdenken müssen, ob er Nationaltrainer ist oder immer noch Fußballexperte. Weil das so ein bisschen aus dieser Perspektive heraus kam.“ Als verantwortlicher Bundestrainer müsse man seine Worte jedoch deutlich vorsichtiger abwägen, mahnte der Titan abschließend. (red)
