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„Das ist nicht meine Schuld“Klopp spricht Klartext über Füllkrug-Comeback

Niclas Füllkrug jubelt auf dem Fußballplatz.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Niclas Füllkrug jubelt auf dem Fußballplatz.

Sieben Treffer seit dem Bremen-Wechsel! Doch Bundestrainer Jürgen Klopp benennt bei Niclas Füllkrug ein Problem: sein Alter.

Aktuell läuft Niclas Füllkrug im deutschen Oberhaus komplett heiß. Nach seinem Wechsel zurück an die Weser knipste der 33-Jährige für die Bremer schon siebenmal. Durch diese starke Quote drängt sich natürlich sofort ein großes Thema auf: Feiert der Angreifer demnächst sein Comeback im DFB-Team? Dazu bezog der Bundestrainer nun deutlich Position.

Den Rahmen für diese Aussagen bildete das Königsklassen-Duell zwischen dem FC Bayern und dem FC Arsenal. Während der Halbzeitpause plauderte Jürgen Klopp am Mikrofon von DAZN zunächst über Offensivspieler Nicolo Tresoldi, der aktuell bei Club Brügge spielt.

Argentinien-Legende als Vorbild für den Bremer

„Nico ist ein toller Junge, der eine super Entwicklung genommen hat und noch ganz viel Entwicklungspotenzial hat“, betonte der Coach und schlug anschließend den Bogen zum Bremer Torjäger: „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld.“ Das berichtet „bild.de“.

Trotzdem bedeutet das keineswegs das endgültige Aus für den erfahrenen Neuner. Seine Planungen unterteilt der Verantwortliche nämlich in verschiedene Etappen: „Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch langfristig. Also müssen wir jetzt mal sehen.“

Passend dazu zog der Coach einen absoluten Superstar des Weltfußballs als prominenten Vergleich heran. „Lionel Messi hat gerade mit, was war er, 39 oder 40, noch eine WM gespielt. Also es geht ja“, merkte der Fußballlehrer an. Entscheidend bleibt für ihn derzeit vor allem die körperliche Verfassung des Hanseaten, der in der Vergangenheit oft mit Blessuren haderte.

„Aber ich bin erst mal froh, dass Niclas wieder da ist und so spielt, wie er spielt, weil er körperliche Probleme gehabt hatte – mit was auch immer. Und jetzt wirkt er im Moment so frisch wie nie zuvor. Deshalb ist alles gut.“

Bisher stehen für den Angreifer 14 Treffer aus 24 Einsätzen im Nationaltrikot zu Buche. Seinen letzten Auftritt mit dem Bundesadler absolvierte der Offensivspieler bei der 0:2-Pleite gegen die Franzosen am 8. Juni 2025. Nach zwei extrem zähen Spielzeiten im Ausland bei West Ham sowie dem AC Mailand brennt der Routinier grundsätzlich darauf, wieder für Deutschland aufzulaufen. Trotz seiner klaren Haltung („Wenn mein Land mich braucht, bin ich da“) möchte der Profi die Diskussionen aktuell jedoch ruhen lassen und lieber durch sportliche Taten auf dem Rasen überzeugen.

Unterstützung erhält der Torjäger immerhin von DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der eine Nominierung jüngst keinesfalls ausschloss. Gegenüber der Zeitung BILD machte der Funktionär deutlich: „Am Ende entscheidet die Leistung – und der Bundestrainer.“

Schon im Herbst stehen die nächsten Bewährungsproben für die deutsche Auswahl auf dem Programm. Nach dem Auswärtsspiel am 13. November in Serbien folgt nur drei Tage später am 16. November das Prestigeduell mit den Niederlanden. Ob der Bremer Knipser dann tatsächlich wieder zum Aufgebot gehört? (red)