+++ EILMELDUNG +++ Kölner „Cold Case“ Petra Nohl (†24) vor 36 Jahren ermordet – jetzt ist das Urteil da

+++ EILMELDUNG +++ Kölner „Cold Case“ Petra Nohl (†24) vor 36 Jahren ermordet – jetzt ist das Urteil da

„Plötzlich Ideallösung?“Netz-Reaktionen zum Völler-Job: Heiße Debatte um DFB-Entscheidung

Rudi Völler ist zurück beim DFB. Das Experten-Gremium, dem der frühere Bundestrainer selbst angehörte, entschied sich für den Weltmeister von 1990 als Sportdirektor. Das sorgt für ein geteiltes Fan-Echo.

Rudi Völler (62) soll den deutschen Fußball in eine bessere Zukunft führen – erneut! Knapp 19 Jahre nach dem Ende seiner Amtszeit als Bundestrainer will der Weltmeister von 1990 den DFB jetzt als Nachfolger von Oliver Bierhoff (54) in der Rolle des Sportdirektors auf Vordermann bringen.

Am Donnerstag (19. Januar 2023) legte sich der größte Sportverband der Welt auf seinen neuen Entscheidungsträger fest, der vor allem als sofortige Mission die intensive Vorbereitung auf die Heim-EM 2024 angehen wird. EXPRESS.de hat einige der Reaktionen bei Twitter, Facebook und Instagram gesammelt.

DFB-Comeback von Rudi Völler intensiv diskutiert

Völler kehre „dorthin zurück, wo ich schon als Teamchef wunderbare Zeiten erleben durfte“, wie er bei der Verkündung seiner neuen Rolle erklärte. Vom Experten-Gremium um DFB-Vizepräsident Hans Joachim Watzke (63) wurde der Ex-Nationalspieler als „einer der Größten im deutschen Fußball“ gelobt.

Alles zum Thema Rudi Völler

Doch der von den Verbands-Granden erhoffte Ruck ging mit der Personalie definitiv nicht durch ganz Fußball-Deutschland. In den sozialen Netzwerken ist stattdessen auch viel Kritik zu lesen. Das obligatorische „es gibt nur einen Rudi Völler“ hielt sich mit vielen skeptischen Haltungen die Waage. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Schnell wurde deutlich, dass „Tante Käthe“ bei vielen Fans immerhin deutlich mehr Sympathien genießt als sein über Jahre scharf kritisierte Vorgänger. „Bist ein sympathischer Typ, aber haust auf den Tisch, wenn es sein muss“, richtete sich eine Anhängerin bei Facebook lobend an Völler. Ein weiterer Kommentar feierte ihn als „ungemeinen Gewinn für den DFB“.

Gefeiert wurde er aber längst nicht bei allen. Die große Kritik: Völler ist zwar ein großer und geschätzter Name im deutschen Fußball, für Innovationen und den so dringend benötigten Aufbruch steht er allerdings nicht. Auch der Wunsch nach neuen Gesichtern an der Verbands-Spitze wurde mit seiner Berufung nicht erfüllt. 

Kritik an DFB-Entscheidung für Rudi Völler

„Guter Mann! Gute Besetzung! Allerdings eher vor 25–30 Jahren…“, kommentierte ein Twitter-User die Mitteilung auf dem DFB-Account spöttisch. Sarkastisch auch eine weitere Einlassung in den Kommentaren: „Wirklich innovativ! Nach der EM dann bitte Erich Ribbeck als Sportdirektor und Otto Rehhagel als Nachfolger von Hansi Flick!“

Eine Diskrepanz, die außerdem immer wieder angesprochen wurde: Völler soll die DFB-Auswahl für ihre Europameister-Mission flott machen, war in seinen vielen Jahren im Vereinsfußball aber nicht gerade als Titel-Hamster bekannt. „Du willst die deutsche Nationalmannschaft für die EM 2024 wieder titelfähig machen und holst dann den jahrelangen Manager von Bayer Leverkusen?“, fragte Moderatorin Lena Casselberger (28) verwundert.


Ein Überblick über weitere Kommentare bei Social Media:

  • „Da habt ihr echt einen super Treffer gelandet. Rudi ist ein mega sympathischer Mensch, bodenständig und Mensch klarer Worte.“ (Facebook)
  • „Der DFB hätte die Chance zur dringend notwendigen Erneuerung gehabt. Man brät aber lieber im eigenen Saft.“ (Twitter)
  • „Ihr habt es ja mal richtig drauf in Sachen Neuanfang und Umbruch. Warum nicht gleich Beckenbauer oder Maier. Bloß nicht mal neue Wege gehen.“ (Facebook)
  • „Ich denke, sein Job wird es sein, eine gute Stimmung zur Heim-EM herzustellen. Das wird er hinbekommen, da bin ich überzeugt. Und Völler ist sympathisch.“ (Facebook)
  • „Rudi Völler wurde 2004 nicht zugetraut, die Nationalmannschaft neu aufzubauen & frischen Wind reinzubringen. Knapp 20 Jahre später soll er plötzlich die Ideallösung sein? Alles klar!“ (Twitter)
  • „Rudi ist sicher ein guter Mensch, aber der Falsche, um nachhaltig aufzuräumen und die DFB Zukunft zu planen.“ (Facebook)
  • „Ich frage mich bei den ganzen ,Kritikern‘ welchen Namen ihr gern lesen würdet, um mal nicht zu meckern… Völler ist ein sehr kompetenter Mann, mal schauen was passiert.“ (Instagram)
  • „Zwei Schritte zurück, wir gehen voran. Warum so einen alten, zwar verdienten Fußballer? Warum nicht einen jungen innovativen Menschen, egal ob Frau oder Mann?“ (Instagram)

Immerhin: Praktisch unbestrittenen Zuspruch gab es für Völler aus der Fußball-Branche selbst. „Mit seiner Art und seinen Erfolgen hat er als Spieler, Trainer und Manager die Fans begeistert“, lobte Bundestrainer Hansi Flick (57), der für den Traum vom EM-Titel eng mit seinem neuen Sportdirektor zusammenarbeiten will. 

Thomas Häßler (56), der 1990 den WM-Titel an der Seite von Völler geholt hatte, freute sich dagegen über die bei ihm bereits entfachte Aufbruchstimmung: „Sehr gute Entscheidung vom DFB. Rudi: guter Mann zum richtigen Zeitpunkt! Jetzt geht es aufwärts.“(bc)