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Aus traurigem Grund England-Topspiel bei TV-Übertragung mehr als 100-mal unterbrochen

Mourinho_Linienrichterin

Linienrichterin Sian Massey-Ellis, hier nach dem Spiel vom Sonntag (11. April) mit José Mourinho (l.) und Schiedsrichter Christopher Kavanagh, war der Grund für etliche Unterbrechungen der TV-Übertragungen.

London – Diese TV-Übertragung hatte mit Fußball nicht mehr viel zu tun. Im iranischen Fernsehen ist das englische Top-Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Manchester United am Sonntag (11. April) offenbar über 100 Fällen von Zensur zum Opfer gefallen.

  • Iranisches Staatsfernsehen zensiert offenbar Topspiel der Premier League
  • Über 100 Szenen wegen Linienrichterin ausgeblendet
  • Nicht der erste Fall von Zensur bei Fußball-Übertragung im Iran

Fußballfans konnten viele Szenen von Manchesters 3:1-Auswärtssieg in der Premier League gar nicht oder nur in Bruchstücken sehen. Grund waren aber nicht etwa technische Probleme, sondern bewusste Eingriffe der Bildregie.

Iranisches Fernsehen zensiert Premier-League-Topspiel wegen Linienrichterin

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Wie die Bewegung für Frauenrechte „My Stealthy Freedom“ (Deutsch: Meine Heimliche Freiheit) berichtet, wurde das TV-Team des übertragenden Senders IRIB von der Besetzung des Schiedsrichter-Gespanns für die Partie überrumpelt.

Darunter: Linienrichterin Sian Massey-Ellis (35). Englische Medien wie die „Daily Mail“ berichteten inzwischen unter Berufung auf „My Stealthy Freedom“ ebenfalls.

Sian_Massey_Ellis

Sian Massey-Ellis wurde am Sonntag (11. April) im Topspiel der Premier League zwischen Tottenham Hotspur und Manchester United eingesetzt. 

Die Britin hatte das gewöhnliche Schiedsrichter-Outfit mit Trikot, kurzer Hose und Stutzen an, was dem regimetreuen Sender jedoch zu freizügig war. Um das Spiel trotzdem zeigen zu können, wurden die Live-Bilder, in denen Massey-Ellis auftauchte, umgehend ausgeblendet.

Weitere Zensur-Fälle bei Fußball-Übertragungen im iranischen TV bereits bekannt

„Die Führung der Islamischen Republik erlaubt es Frauen nicht, ihre Haare oder ihre Knie unverhüllt im staatlichen Fernsehen zu zeigen“, erklärte „My Stealthy Freedom“ das Vorgehen des Senders: „Die TV-Zensoren wurden von der Anwesenheit einer weiblichen Schiedsrichterin in kurzen Hosen aus dem Konzept gebracht. Ihre Lösung war es, von den Live-Szenen auf Bilder von den Straßen Londons umzuschwenken. Das hat das Spiel zu einer Farce gemacht.“ 

Am Ende der Übertragung soll ein Kommentator noch gescherzt haben, dass die Zuschauer die Geographie-Show, zu der der Sender das Fußballspiel hatte verkommen lassen, hoffentlich genossen hätten.

Einen aufsehenerregenden Fall von Zensur hatte es bereits 2018 im iranischen Fernsehen gegeben. Im Viertelfinalspiel der Champions League zwischen AS Rom und dem FC Barcelona wurde das Wappen der Italiener zensiert. Dort sind die Zitzen der Kapitolinischen Wölfin zu sehen, die der Legende nach die späteren Stadtgründer Romulus und Remus aufgezogen haben soll. (bc)

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