Abo

Führungs-Beben bei Viktoria KölnSport-Boss Küsters verlässt den Klub sofort

Stephan Küsters hört bei Viktoria Köln auf! Nachdem sich beide Seiten gegen eine Vertragsverlängerung entschieden hatten, wurde nun die vorzeitige Trennung verkündet.

Führungs-Beben bei Viktoria Köln: Der Sportliche Leiter Stephan Küsters verlässt den Drittligisten aus Höhenberg mit sofortiger Wirkung. Diese Nachricht teilte der Verein am Montagmittag (19. Januar 2026) mit.

Sein zum Saisonende auslaufender Vertrag sollte nicht verlängert werden, darauf hatten sich beide Seiten geeinigt. Nach einem Gespräch entschieden sich der Klub und der Manager darauf, die Zusammenarbeit umgehend zu beenden.

Franz Wunderlich springt vorerst im Tagesgeschäft ein

Küsters selbst äußerte sich zu der Entscheidung: „Der Entschluss ist weder mir noch den Verantwortlichen leichtgefallen. Aber nach reiflicher Überlegung und einem langen Gespräch mit den Verantwortlichen werde ich meinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern. Somit besteht für beide Seiten Planungssicherheit.“

Er fügte hinzu: „Damit der Verein, der für mich über allem steht, in Ruhe die kommende Saison planen kann, habe ich mich entschlossen, meinen Posten mit sofortiger Wirkung freizugeben. Ich hinterlasse eine sehr gut aufgestellte und homogene Mannschaft sowie ein hervorragendes Trainerteam.“

Für den in Dinslaken geborenen Küsters, der als Profi für Vereine wie Bayer Uerdingen und Preußen Münster spielte, markiert dies den zweiten Abschied aus Höhenberg. Seine erste Amtszeit als Sportlicher Leiter bei der Viktoria dauerte von 2014 bis Anfang 2018.

Nach einer fast dreijährigen Tätigkeit beim Wuppertaler SV kehrte er im Mai 2023 nach Köln zurück. Unter seiner Mitwirkung erlebte die Viktoria die Rekordsaison 2024/25.

Gemeinsam mit Kaderplaner Valentin Schäfer war er maßgeblich für die Teamzusammenstellung verantwortlich. Der 54-Jährige wickelte zuletzt noch den Verkauf von Tyger Lobinger zum MSV Duisburg und die Verpflichtung von Joel Vega Zambrano aus Paderborn ab.

Nach dem plötzlichen Weggang von Küsters wird Sportvorstand Franz Wunderlich bis mindestens zum Sommer eine präsentere Rolle im Alltagsgeschäft der Viktoria einnehmen.

Wunderlich sagte: „Ich bedanke mich bei Stephan für die sehr gute Zusammenarbeit. Unsere freundschaftliche Verbindung geht über den Job hinaus. Dementsprechend ist uns allen die Entscheidung nicht leichtgefallen. Dennoch war immer unser Credo, dass der Verein an erster Stelle steht. Für seine Zukunft wünsche ich ihm selbstverständlich alles Gute.“

Angesichts der bisherigen Vorgehensweise der Viktoria bei Neubesetzungen erscheint es naheliegend, dass Kaderplaner Valentin Schäfer zur kommenden Saison befördert werden könnte. Er gilt als das Gehirn hinter zahlreichen richtungsweisenden Transfers und könnte die offene Position des Sportlichen Leiters besetzen.

Der Abschied von Küsters fällt für die Viktoria in einen ohnehin schon schwierigen Beginn des Jahres 2026. Der Weggang von Top-Torjäger Lobinger und die bittere 0:2-Niederlage am Sonntag beim abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt 05 sorgen für einen unruhigen Start in die zweite Saisonhälfte.

Die Tabellensituation ist angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf Alemannia Aachen auf dem ersten Abstiegsplatz zwar noch nicht alarmierend, ein schnelles Erfolgserlebnis würde Viktoria aber helfen, um wieder einen ruhigeren Alltag bestreiten zu können. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.