Abo

„Ein Mega-Tor“So entdeckte der 1. FC Köln Said El Mala

Aktualisiert

Ex-FC-Sportchef Chrisitian Keller hat bei Sky noch einmal genauer erklärt, wie es zur Entdeckung des Kölner Überfliegers Said El Mala gekommen ist.

Ob der ehemalige FC-Geschäftsführer Christian Keller künftig wieder im Profifußball arbeiten wird, ist offen. Klar aber ist: Der 49-Jährige spricht immer noch leidenschaftlich gerne über Fußball – und speziell auch über seine Zeit beim 1. FC Köln.

„Mein Herz hängt weiter am FC und ich hoffe, dass die Entscheidungen der Vergangenheit nun Früchte tragen. Der FC ist ein besonderer Klub. Ich denke gerne daran zurück“, so Keller am Sonntagabend im Rahmen von „Sky 90 – Die Fußballdebatte“.

„Der ist so gut. Wahrscheinlich wird er sogar Nationalspieler“

Und so beschreibt Keller beim Fußball-Talk noch einmal etwas ausführlicher, wie es vor rund zwei Jahren zur Entdeckung von Said El Mala gekommen ist, der derzeit in der Bundesliga für Furore sorgt.

Der damals 17-Jährige überzeugte schon bei seinen ersten Auftritten in der 3. Liga für Viktoria Köln. In seinem zweiten Spiel über 45 Minuten sammelte El Mala bereits einen Assist gegen den SV Sandhausen ein.

Sein Startelf-Debüt krönte der schnelle Linksaußen mit dem Siegtor gegen den VfB Lübeck – „ein Mega-Tor“, wie es Keller nennt. Ein Ziehen mit der Sohle, ein kurzer Antritt, ein wuchtiger Abschluss ins lange Eck: Der tolle Treffer ging damals auch sofort viral. „Sieht geil aus“, kommentierte El Mala bei Magenta-Sport anschließend glücklich.

Und jetzt wird klar: Bereits die frühen Auftritte El Malas gaben den Ausschlag für die spätere Verpflichtung des 1. FC Köln. Denn ein alter Bekannter aus Regensburg sei auf den Youngster aufmerksam geworden und habe Keller den entscheidenden Tipp gegeben.

„Der hat mich angerufen und hat gesagt: ,Christian, zehn Minuten vom Geißbockheim entfernt spielt ein Spieler, der ist so gut, der wird auf jeden Fall Bundesligaspieler. Wahrscheinlich wird er sogar Nationalspieler, den müsst ihr sofort holen. Den musst du sofort angucken‘“, beschreibt Keller den entscheidenden Moment.

Am selben Abend habe er sich die Geschicke des Spielers noch angeschaut. „Ich war sehr beeindruckt von dem, was ich da gesehen hatte“, so Keller. „Man sah einfach, das ist so ein richtiger Straßenkicker, und der hat einfach Waffen, die heute im Fußball wichtig sind.“

Zur Verpflichtung der Brüder Said und Malek El Mala kam es dann im Juni 2024. Die beiden Stürmer wurden wegen der Transfersperre aber umgehend wieder für ein Jahr auf die Schäl Sick verliehen.

Gerade mal 300.000 Euro Ablöse kostete Said El Mala den FC, bei Malek sollen 100.000 Euro geflossen ein. Seinen Transfercoup erlebt Keller heute aber nur noch aus der Ferne, er musste Anfang Mai 2025 kurz vor Ende der Zweitliga-Saison gehen.