Beim 1. FC Köln überzeugte am Samstag beim 2:1 gegen Mainz ein Spieler, der bislang nicht zum Stammpersonal unter Lukas Kwasniok zählte. Alessio Castro-Montes zeigte, wozu er fähig ist.
FC-Profi immer stärkerDiese belgische Praline schmeckt dem FC
Autor
Ist es eine Achterbahnfahrt ins Glück? Im Jahr 2026 geht die Fahrt von Alessio Castro-Montes (28) jedenfalls bislang nach oben. Vorläufiger Höhepunkt: Das 2:1 gegen Mainz 05.
Der Belgier war am Samstag (17. Januar 2026) einer der besten Kölner, verdiente sich die EXPRESS.de-Note 2! Mit 10,39 Kilometern spulte er in 82 Minuten auf dem Platz ein starkes Laufpensum ab. Nur Sebastian Sebulonsen (11,05), Marius Bülter (11,36) und Jakub Kaminski (11,56) liefen mehr, standen aber auch alle 90 Minuten auf dem Feld.
Kwasniok und Kessler freuen sich über Leistung von Castro-Montes
Castro-Montes war vorn wie hinten stark auf den Außenbahnen, eroberte Bälle, trieb das Offensivspiel an und bereitete das 1:1 durch Ragnar Ache mit seiner präzisen Flanke vor. Zudem steuerte er weitere vier Torschuss-Vorlagen bei. Schon in Heidenheim bereitete er beim 2:2 beide FC-Treffer vor.
Kölns Trainer Lukas Kwasniok (44) lobte Castro-Montes: „Er hat auf beiden Seiten das gezeigt, was wir von ihm erhofft haben. Er ist mit seinem rechten Fuß und seiner Spielintelligenz eine Verstärkung. Auch er ist ein Beispiel für Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit. Der Beginn war für ihn nicht ganz so einfach in Köln.“
In der Tat! Köln verpflichtete den Belgier am Deadline Day (1. September 2025) vom belgischen Meister Union Saint-Gilloise. Man überwies rund zwei Millionen Euro und stattete Castro-Montes mit einem Vertrag bis 2028 aus.
Nach den ersten Eindrücken war Kwasniok überwältigt, verglich den Flügelspieler und dessen Eindrücke in der ersten Trainingseinheit mit Neymar und Messi. Doch nach 26 Einsatzminuten beim 3:3 am dritten Spieltag in Wolfsburg kam nicht mehr viel. Vor der Winterpause kam Castro-Montes nur noch auf drei Kurzeinsätze.
Das Trainingslager Anfang Januar 2026 in Spanien hat er dann genutzt, um Eigenwerbung zu betreiben. Beim 2:2 in Heidenheim war er stark, doch gegen Bayern ließ Kwasniok ihn erneut komplett draußen.
Der Coach erklärte: „Gegen Bayern hatte ich das Gefühl: Wenn ich ihn nach langer Zeit ohne Einsätze laufen lasse, wird es gegen Mainz nichts werden.“ So ging sein Plan auf: Castro-Montes war gegen Mainz eine belgische Praline, die dem FC schmeckt!
Auch Sportdirektor Thomas Kessler (39) war happy: „Ja, super! Er hat es im Trainingslager einfach gut gemacht und er hat gezeigt, dass er ein guter Fußballer ist. Das wussten wir, als wir ihn verpflichtet haben. Er hat sicherlich keinen ganz so einfachen Start gehabt bei uns, hat nicht die Einsatzzeiten gehabt, wie er sich das erhofft hatte. Manchmal benötigt der ein oder andere Spieler ein paar Wochen länger, um anzukommen. Man hat jetzt gesehen: Er hat einfach Qualitäten, die uns helfen können.“


