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Aktuell die Nummer fünf in KölnOberliga-Rückzug sorgt für Amateurfußball-Tiefpunkt

Bei einem Spiel des FC Pesch steht Ali Meybodi am Spielfeldrand.

Copyright: imago images/Herbert Bucco

Trainer Ali Meybodi tritt mit dem FC Pesch in der laufenden Saison nicht mehr in der Mittelrheinliga an.

Bitterer Schlussstrich für den FC Pesch: Die Kölner Nummer fünf in der laufenden Saison zieht sich vorzeitig aus der Mittelrheinliga zurück.

Die Meldung zählt zu den großen Saison-Tiefpunkten für den Kölner Amateurfußball: Am 1. Mai gab der FC Pesch bekannt, seine erste Mannschaft unverzüglich aus dem Spielbetrieb der Mittelrheinliga zu nehmen – sechs Spieltage vor Saisonende.

Der Abstieg auf sportlicher Ebene war nach einer desolaten Spielzeit sowieso unausweichlich, der Abbruch in Eigenregie ist aber ein viel größeres Desaster. Die Bilanz in der fünften Liga: lediglich acht Zähler aus 24 Partien bei einer schrecklichen Tordifferenz von 26:100. Hinter den Kulissen trafen die Verantwortlichen daher die Entscheidung, die Saison sportlich nicht zu Ende zu bringen.

Personalnot beim FC Pesch: Kaum noch Akteure für den Platz

Trainer Ali Meybodi (49) begründet die radikale Maßnahme bei der fünftgrößten Kölner Kraft in der laufenden Saison (hinter FC, Fortuna, Viktoria und der SpVgg Porz): „Der hauptsächliche Grund war, dass wir es sportlich sowieso nicht mehr aus eigener Hand geschafft hätten. Jetzt galt es, den Unterbau zu sichern.“

Schon länger war der Schritt Teil der Überlegungen in Pesch, bis zuletzt wurde das Szenario aber nicht nach außen getragen, um den Wettbewerb fair zu halten. So sollte eine Streichung der schon absolvierten Begegnungen vermieden werden.

Den Spielbetrieb am Laufen zu halten, war am Ende fast unmöglich. Meybodi beschreibt die heikle Lage beim Personal: „Letzte Woche hätten wir zehn Feldspieler gehabt, diese Woche wären es neun gewesen.“ Damit ein Training überhaupt stattfinden konnte, war der Verein auf Hilfe von der U19, der zweiten Mannschaft und sogar von Spielern von außerhalb angewiesen.

Innerhalb des Klubs wurden die Weichen längst neu gestellt. Die erste Herren war sportlich ohne jede Aussicht, während die Reserve in der Kreisliga A gegen den Abstieg kämpft. Damit die zweite Garde nicht runter muss, wurden bewusst Akteure aus dem Kader der Mittelrheinliga-Elf zur Unterstützung geschickt. „Die oberste Prämisse war, die zweite Mannschaft in der Liga zu halten“, sagt Meybodi.

Für den Sommer ist geplant, dass 13 Nachwuchskräfte aus der U19 zu den Senioren stoßen. Ein Großteil davon machte aber klar: Sollte die Reserve in die Kreisliga B absteigen, sind sie weg. Meybodi über die Konstellation: „Hätten wir die zweite Mannschaft verloren, hätten wir den kompletten Unterbau verloren.“

Dabei wurde im Winter ein letzter Rettungsversuch gestartet. Im Anschluss an eine katastrophale 1:12-Niederlage gegen Eintracht Hohkeppel kam Meybodi (schon von 2016 bis 2023 in Pesch) als Hoffnungsträger wieder, und das Team wurde neu aufgestellt.

Dennoch richtet der Klub den Blick in die Zukunft: Sowohl der Cheftrainer als auch sein Co-Trainer Murat Alkan machen weiter. Sie gestalten bereits den Wiederaufbau, der auf junge Talente mit Potenzial setzen soll. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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