Der 1. FC Köln muss im Saisonendspurt auf Ragnar Ache verzichten. Nach dem Ausfall könnten nun zwei Youngster in den Fokus rücken, die unter René Wagner bislang noch keine Chance bekommen haben.
Nach Ache-AusfallNeue FC-Chance für Kwasniok-Liebling und Derby-Gewinner

Es ist ein harter Schlag für den 1. FC Köln im Saisonendspurt in der Bundesliga. Die Mannschaft von René Wagner (37) muss in den verbleibenden vier Spielen auf ihren besten Stürmer verzichten. Ragnar Ache (27) zog sich beim 1:1 auf St. Pauli eine Muskelverletzung zu und wird diese Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.
Der Stürmer, der vor der Saison aus Kaiserslautern gekommen ist, wird aber nicht nur wegen seiner Tore (sieben) und Vorlagen (fünf) fehlen, sondern vor allem als Ankerspieler in der Spitze. Ache ist in den meisten Fällen derjenige, der die zumeist langen Bälle festmacht und den Mittelfeldspielern die Zeit gibt, nachzurücken.
Niang und Schenten bislang außen vor
Er gewinnt vorne mit Abstand die meisten Kopfbälle und hat mit seinen Verlängerungen aus der Luft schon viele gefährliche Angriffe eingeleitet. Er hat mit seiner Wucht und seiner Präsenz Gegenspieler gebunden und seinen Teamkollegen somit Räume geöffnet.
Auf dieses Komplett-Paket muss Wagner nun in den verbleibenden vier Spielen verzichten. Der FC-Trainer braucht Ersatz, der nominell gar nicht vorhanden ist. Zumindest nicht, seit Wagner übernommen hat. Denn der neue Coach hat bislang auf die Dienste von Youssoupha Niang (20) und Fynn Schenten (18) verzichtet.
Während die beiden Youngster unter Lukas Kwasniok (44) zur Rotation gehörten, standen sie unter Wagner noch nicht ein einziges Mal im Kader. Dabei gehörte vor allem Schenten zu den Gewinnern des Winters.
Nach starken Leistungen im Trainingslager überschüttete Kwasniok Schenten noch mit Lob. „Körperliche Wucht, sehr viel Tempo, einen guten Abschluss und immer Tiefgang. Das hat bei uns kein klassischer Neuner. Ich liebe den Jungen“, sagte der Ex-Coach damals.

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Fynn Schenten und Youssoupha Niang am Freitag beim Sieg der Kölner U21 im Stadtderby gegen Fortuna.
Das Vertrauen wird ihm von Wagner noch nicht entgegengebracht. Denn obwohl auf St. Pauli zum wiederholten Mal mit Marius Bülter (33) nur ein nomineller Stürmer auf der Bank saß, ist derzeit kein Platz im Kader für den Nachwuchs.
Gegen Bayer Leverkusen könnte sich das nun ändern. Niang hat mit zwei Toren und einer Vorlage im Derby der U21 gegen Fortuna Köln Eigenwerbung betrieben. Schenten wäre als Stürmer-Typ eher der Eins-zu-eins-Ersatz für Ache. Ab Dienstag dürfen sich die beiden bewähren, sie werden die Vorbereitung auf Leverkusen bei den Profis aufnehmen.
