Drei Punkte, aber alles andere als eine Galavorstellung: Frankreich hat sein erstes Spiel bei der WM 2026 gegen den Senegal glanzlos mit 3:1 gewonnen.
Klose-Rekord in GefahrMbappé-Doppelpack bei Frankreichs Auftakt-Sieg
Ein Geniestreich der Superstars als Initialzündung: Das französische Milliarden-Ensemble um den Rekordmann Kylian Mbappé ist mit einem Arbeitssieg in seine Titelmission gestartet – muss sich für den Traum vom dritten Stern aber steigern.
Das Team von Trainer Didier Deschamps bezwang Senegal mit 3:1 (0:0) und revanchierte sich damit für die Auftaktpleite bei der WM 2002.
Mbappé sorgt in der Nachspielzeit für die Entscheidung
Eine geniale Aktion von Michael Olise und Mbappé stellte in East Rutherford die Weichen, der Kapitän vollendete einen Traumpass des Münchners eiskalt (66.). Dazu erhöhte Bradley Barcola (82.) nach einem schnellen Angriff.
Der Anschlusstreffer durch Ibrahim Mbaye (90.+5) änderte nichts, weil Mbappé (90.+6) mit einem Traumtor erneut zuschlug. Mit seinen Länderspieltreffern 57 und 58 überholte der Superstar dazu Olivier Giroud und stieg zu Frankreichs Rekordtorschützen auf.
Im Ranking der ewigen WM-Rekordschützen liegt er nur noch zwei Tore hinter Miroslav Klose (16 Treffer), der sich die Führung 2014 gesichert hatte.
Phasenweise hatte die Turbooffensive noch etwas Sand im Getriebe vor den Toren New Yorks, wo am 19. Juli die Reise mit dem WM-Pokal enden soll. Die Westafrikaner um den ehemaligen Bayern-Star Sadio Mané hielten in der ersten Halbzeit stark mit.
Damit hat die Équipe Tricolore vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den Irak am Montag beste Karten für den Einzug ins Sechzehntelfinale.
Frankreich ging mit dem teuersten Kader der WM-Historie in das Turnier, die 26 Spieler haben zusammen einen Marktwert von fast 1,5 Milliarden Euro. Und sie sollten die bösen Geister von 2002 zum Auftakt unbedingt vertreiben: Vor 8782 Tagen hatte Frankreich als Weltmeister in Seoul das Eröffnungsspiel gegen die frühere Kolonie sensationell mit 0:1 verloren.
Die Senegalesen sehen die Generation von damals als „Vorbilder“, betonte Mané. Mit der Inspiration von 2002 legte der Außenseiter mutig los, scheiterte aber am Ende an der individuellen Klasse des WM-Favoriten.

