Max Eberl, Sportvorstand beim FC Bayern, nimmt die Fifa ins Visier. Die Absichten des Fußball-Weltverbandes lösen bei ihm pures Entsetzen aus.
„Mich ekelt das“Bayern-Boss Eberl rechnet knallhart mit der Fifa ab
Da kocht aber einer vor Wut! Die Vorstellung von Neuzugang Nathaniel Brown am Mittwoch nutzte Max Eberl für eine Generalabrechnung mit der Fifa.
Was den Sportvorstand der Bayern so in Rage bringt, ist die Absicht des Weltverbands, Anteile der WM an private Geldgeber zu veräußern. Für Eberl ist damit eine Grenze klar überschritten.
Eberl wütend: „Die Fifa will nur noch Profit machen“
„Ich finde es beschämend. Ich schäme mich dafür, dass wir über solche Gedanken reden“, wetterte der Bayern-Funktionär. Am Dienstag hatte die Fifa offiziell gemacht, dass sie über ein frisch gegründetes Tochterunternehmen namens Fifa Forward Enterprise (FFE) Anteile an ihren Wettbewerben verkaufen möchte. Dieser Plan sorgte global für einen Aufschrei. Das berichtet „Sport1“.
Der Verantwortliche des FC Bayern machte unmissverständlich klar, wie er die Besitzverhältnisse im Fußball sieht. „Der Fußball gehört uns nicht. Das ist ein Spiel“, meinte Eberl. Seine Anschuldigung an die Organisation lautet, dass es nur noch um die eigene finanzielle Bereicherung gehe.
Er hat den Eindruck: „Die Fifa ist nur dazu da, Profit zu machen.“ Diese pure Profitgier ist für den erfahrenen Fußball-Funktionär unerträglich. „Es fühlt sich an, dass nur Geld verdient werden will auf allen möglichen Kanälen. Mich, der schon seit vielen Jahren im Fußball zu Hause ist, ekelt das.“
Anscheinend wird die Europäische Fußball-Union (Uefa) diese Vorhaben nicht widerstandslos akzeptieren. Wie mehrere Medien übereinstimmend melden, ist für die laufende Woche ein Krisentreffen angesetzt. Auf der Tagesordnung könnte dann sogar die Frage eines WM-Boykotts stehen.
Eine konsequente Antwort aus Europa fände Eberl absolut richtig. „Ich finde es gut, wenn ich höre, dass die Uefa eine Krisensitzung einberufen hat, um zu überlegen, gewisse Turniere zu boykottieren“, erläuterte der Sportvorstand. Obwohl er prinzipiell kein Befürworter von Boykottmaßnahmen sei und lieber auf Gespräche setze, sei für ihn ein Punkt überschritten.
Wenn die Situation eskaliere, sei er dafür, „dass wir als Europa starke Stirn bieten und sagen: ‚Da machen wir nicht mit‘.“ Seine abschließende Bewertung der gesamten Lage fiel entsprechend drastisch aus: „Es fühlt sich echt beschissen an!“ (red)
