„Die Brötchen werden bei der WM gebacken“ Podolski mit kuriosem Vergleich bei Flicks Super-Start

Hansi Flick klatscht Kai Havertz und Antonio Rüdiger nach dem Spiel ab.

Hansi Flick gratuliert Kai Havertz und Antonio Rüdiger nach dem Sieg gegen Island am 8. September 2021.

Die Start-Bilanz von Hansi Flick als Bundestrainer ist makellos. Doch die Experten wie Lukas Podolski warnen davor, die drei Siege der Nationalmannschaft in der WM-Quali zu sehr zu feiern.

Reykjavik. Hansi Flick (56) verewigte sich vor einem Jahr mit Nachdruck in der Geschichte des FC Bayern, indem er sechs Titel in einer Saison sammelte. Doch mit der Nationalmannschaft übertrumpfte der Bundestrainer sogar eine eigene Bestmarke. Drei Siege und 12:0 Tore sind die stolze Ausbeute aus den drei WM-Quali-Spielen. Bei den Bayern war Flick auch mit drei Siegen gestartet, schaffte dabei aber „nur“ 10:0 Tore.

„Wir sind sehr, sehr happy mit der Entwicklung, die wir genommen haben. Neun Punkte aus den drei Spielen waren von uns als Vorgabe gesetzt. Die Mannschaft hat das hervorragend umgesetzt“, lobte Flick sein Team nach dem 4:0 in Island am Mittwoch (8. September 2021). „Ich habe den Spielern auch gesagt, ihr könnt mit breiter Brust zu euren Vereinen gehen, versucht dort, genauso die Leistung abzurufen“, meinte er nach seiner erfolgreichen Auftaktwoche.

Der EM-Frust unter Joachim Löw (61) gerät allmählich etwas in Vergessenheit. 7,34 Millionen Zuschauer erfreuten sich bei RTL lieber am nächsten souveränen Auftritt der DFB-Elf. Dennoch weiß auch der Bundestrainer, dass die Gegner Liechtenstein, Armenien und Island – die Nummern 189, 88 und 53 der FIFA-Weltrangliste – nicht der richtige Maßstab zur Beurteilung seiner Arbeit waren.

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Hansi Flick mahnt: „Da bleiben wir jetzt mal schön ruhig“

„Da bleiben wir jetzt mal schön ruhig. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns von Spiel zu Spiel vortasten“, sagte der Coach angesichts von nun schon vier Punkten Vorsprung in der Tabelle. Ähnlich ordnete auch Weltmeister Lukas Podolski (36) bei RTL die Lage ein: „Drei Spiele, neun Punkte. Und auch kein Gegentor kassiert. Das ist schon mal was. Auch wenn die Gegner jetzt nicht auf dem Niveau waren, wo wir hinwollen. Am Ende ist es wichtig, sich zu qualifizieren, den ersten Platz zu holen.“

Null Tore – so lautete die traurige EM-Bilanz von Serge Gnabry (26), Leroy Sané (25) und Timo Werner (25). Unter Flick traf das Trio gleich achtmal. Poldi, der stets bekennender Löw-Fan war, muss auch einräumen, dass sich der Trainerwechsel bezahlt gemacht hat. „Man merkt: Hansi hat da irgendwie frischen Wind reingebracht. Die Jungs haben Bock, die Spiellaune ist wieder zurück. Und ich hoffe, dass es so weitergeht. Aber die Brötchen werden dann natürlich bei der Weltmeisterschaft gebacken.“

Bei dieser These des in Sachen Eiscreme und Döner schon so erfolgreichen Gastronoms Podolski musste auch der Kapitän zustimmen. „Es waren Mannschaften, die bei den Turnieren eher nicht in der K.o.-Runde zu sehen sind“, sagte Manuel Neuer (35).

Auffällig ist unter Flick dennoch die größere Aktivität im deutschen Spiel. Agieren statt reagieren lautet das Motto. Durch die frühen Ballgewinne sei der Weg zum Tor kürzer. Zudem hat sich die Chancenverwertung verbessert. „Ich glaube, gerade machen wir die Kisten. Es ist nicht so, dass wir davor keine Chancen gehabt haben, da haben wir sie nicht gemacht“, beschrieb Torgarant Gnabry den simplen wie entscheidenden Unterschied.

DFB: Oliver Bierhoff schaut sich bereits in Katar nach Quartieren um

Die DFB-Verantwortlichen um Direktor Oliver Bierhoff (53) hatten schon angekündigt, in den nächsten Wochen nochmals nach Katar fliegen zu wollen, um die WM-Planungen voranzutreiben. Angesichts der komfortablen Lage in der Qualifikation können die Buchungen für das Winter-Turnier nun schon konkret umgesetzt werden.

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