Ein Auftakt zum Vergessen für Leroy Sané! Galatasaray schlittert haarscharf an einer Pleite vorbei und der deutsche Nationalspieler steht voll in der Kritik.
„Besser, wenn er nicht dabei wäre“Sané bekommt bei Galatasaray heftigen Gegenwind

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Bei der Ankunft in Istanbul wurde Leroy Sané noch frenetisch gefeiert, doch der Wind hat sich mittlerweile gedreht.
Der Start in die Süper-Lig-Saison entwickelte sich für Galatasaray Istanbul und der deutsche Nationalspieler Leroy Sané sowie Ilkay Gündogan fast zu einem Desaster.
Der türkische Spitzenverein erreichte am Freitagabend gegen Corum FK, den Tabellenzehnten der abgelaufenen Spielzeit, lediglich ein 2:2. Ein Zähler wurde erst im allerletzten Moment gesichert.
Leroy Sané bleibt blass
Vor allem für Sané war es ein gebrauchter Abend. Der DFB-Star blieb gänzlich ohne Fortune, obwohl er vier Torschüsse abgab und 30 von 34 Zuspielen erfolgreich waren. Im Anschluss hagelte es scharfe Kritik aus der türkischen Medienlandschaft.
Seine Performance sei eine „totale Enttäuschung“ und seine Körperhaltung „furchtbar“, urteilte der Journalist Burak Özdemir. Es wirke beinahe so, „als wäre es besser, wenn er gar nicht dabei wäre.“ Das berichtet „SPORT1“.
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Ein grundlegendes Dilemma, das schon seit Wochen brodelt, identifiziert das Portal FotoMac: Die Mannschaft ist nicht breit genug aufgestellt, es mangelt an Optionen. Dort wird klargestellt: „Sané spielt schlecht und er hat keinen Backup“. Das Fehlen von neuen Spielern wird schmerzhaft deutlich.
Ugur Meleke von der Hürriyet mahnt ebenfalls, der Verein müsse umgehend aktiv werden. Nach seiner Einschätzung benötigt Galatasaray „in den letzten drei Wochen der Transferperiode drei bis vier Verstärkungen im Angriff“. Er präzisiert den Bedarf mit einem zentralen Angreifer, einem kreativen Mittelfeldspieler und einem Akteur für die Außenbahn.
Coach Okan Buruk äußerte sich ganz ähnlich und unterstrich, wie eilig neue Verpflichtungen seien. „Diese Woche ist eine wichtige Woche“, erklärte der Trainer. Es gebe „viele Lücken in der Offensive“, und man brauche neue Kräfte, um den Konkurrenzkampf im Team sowie die Effektivität im Angriff zu steigern.
Die Begegnung an sich bot ein wahres Schauspiel. Zunächst brachte Victor Osimhen Gala in der 53. Minute nach vorne. Doch Corum wendete das Blatt binnen 180 Sekunden durch einen sehenswerten Treffer von Alexis Kyziridis (59.) und ein Tor von Jesús Ramírez (61.). Als Kyziridis nach einem bösen Foul die Rote Karte sah, leitete Galatasaray eine furiose Schlussoffensive ein. Diese krönte Osimhen in der 90. Minute mit seinem Kopfballtor zum 2:2-Endstand. Kurz davor hatte Sané das Feld verlassen müssen.
Eine Situation in der 80. Minute erhitzte die Gemüter: Der frühere Freiburger Roland Sallai erwischte im Sechzehner den Corum-Angreifer Ramírez mit gestrecktem Bein am Fuß, kurz nachdem dieser den Ball berührt hatte. Zum großen Glück für Galatasaray verzichtete Referee Batuhan Kolak auf einen Strafstoß. Gündogan wurde erst in der 84. Minute eingewechselt, spielte aber jeden seiner Pässe präzise zum Teamkollegen. (red)

