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BVB-Wechsel von El Mala geplatztKesslers klare Kante – was der FC-Boss jetzt tun muss

Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler lächelt in die Kamera.

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Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler hat Stärke im Vertragspoker um Said El Mala demonstriert. 

Der Transferpoker zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund ist beendet. Said El Malas Wechsel zu den Schwarz-Gelben ist geplatzt. Thomas Kessler kann sich auf die Schulter klopfen. Ein Kommentar.

Said El Mala wechselt in diesem Sommer nicht zu Borussia Dortmund. Der wochenlange Kaugummi-Transferpoker mit fragwürdigen Scheibchen-Angeboten der Schwarz-Gelben für Kölns Shootingstar ist offiziell beendet. Das machte BVB-Boss Lars Ricken am Freitag deutlich: Der BVB wird kein weiteres Angebot für den einstigen Wunschspieler abgeben.

Thomas Kessler ist damit der große Gewinner der Transfer-Saga um Deutschlands treffsichersten Teenager. Der FC-Boss hat im Poker um Kölns größtes Talent klare Kante gezeigt und ist nie umgekippt. Der 40-Jährige hat sich nie durch die Dortmunder Spielchen aus der Ruhe bringen lassen und in den Verhandlungen souverän und konsequent seinen Kurs durchgezogen.

Thomas Kessler hält mit Said El Mala das Gesicht des 1. FC Köln

Am Ende hatte man als Beobachter den Eindruck, die Verhandlungen zwischen Kessler und Ricken würden gerade zu einer persönlichen Angelegenheit. Keiner der beiden wollte sein Gesicht verlieren. Ricken hat nur ein Problem: Er braucht einen neuen Königstransfer.

Kessler wollte mindestens 50 Millionen Euro für sein Juwel – und keinen Cent weniger. Und deshalb ist es richtig, dass er beim BVB nicht eingeknickt ist. Das sehen auch viele FC-Fans so und feiern ihren Chefverhandler, der auch in der gesamten Branche sein Profil durch sein Verhalten in der Causa El Mala gestärkt hat.

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Klar ist: Der FC muss El Mala aus wirtschaftlichen Gründen nicht verkaufen. Das hatte der Klub oft genug betont und auch schon auf dem Transfermarkt erste Duftnoten hinterlassen, bislang schon über 20 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Und er hat ganz nebenbei mit der Erschließung neuer Märkte und mit der einen oder anderen Personalie Ausrufezeichen gesetzt.

Durch den El-Mala-Verbleib beim FC fehlt den Geißböcken jetzt natürlich das nötige Kleingeld für einen großen Star auf der Sechs, die Position mit der größten Vakanz im aktuellen Kader der Kölner. Gedankenspiele wie die um den mexikanischen WM-Kapitän Edson Álvarez wurden vorher schon zu den Akten gelegt, doch dafür bleibt dem FC das Gesicht des Klubs für mindestens eine weitere Saison erhalten. Und Trainer René Wagner darf sich auf eine Spielzeit mit seinem Topspieler freuen.

El Malas Marktwert wird in diesem Jahr weiter steigen, dafür muss man kein Prophet sein. Noch hat El Mala kein Länderspiel, das wird sich unter Bundestrainer Jürgen Klopp aber mit großer Wahrscheinlichkeit schon im September beim Gastspiel in den Niederlanden ändern. Bestätigt El Mala die Torgefahr aus seiner Premieren-Saison, mag man sich gar nicht ausmalen, in welche Höhen der Marktwert steigen wird. 70, 80 Millionen Euro Ablöse erscheinen in Zukunft zumindest nicht komplett abwegig. 

Was muss Kessler jetzt noch tun? Kölns Boss sollte nach dem wochenlangen Hickhack nun einen Schlussstrich unter die Personalie ziehen. Denn die Zeit bis zum Deadline-Day rennt, mit jedem weiteren Tag wird es schwerer, einen adäquaten Ersatz zu finden. Heißt: Der FC sollte nun zeitnah öffentlich verkünden, dass man die kommende Saison MIT El Mala plant, also auch einem möglichen Verkauf nach England den Riegel vorschieben.

Es spricht ohnehin alles für einen FC-Verbleib in dieser Transferphase. Denn die Familie hat immer betont: BVB oder nichts! El Mala hatte sich den Traum von der Champions League vor der eigenen Haustür zwar gerne erfüllt, hat aber intern immer klar kommuniziert, dass er weiterhin sein Herz für den FC auf dem Platz lässt, sollte kein Transfer zustande kommen.

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