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„Nähe zu Klopp gesucht“Was für El Mala im Spitzenfußball jetzt zählt

Der 1. FC Köln hat mit Said El Mala wieder einen Nationalspieler. Im Podcast „Wir waren klar besser“ sehen Christian Löer und Uwe Bödeker darin vor allem einen wichtigen Lernschritt.

Said El Mala hat in wenigen Tagen einen Vorgeschmack darauf bekommen, was ihn auf höchstem Niveau erwartet.

Beim 2:0 gegen Serbien feierte der Kölner Offensiv-Star sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft. Drei Tage später kam der 20-Jährige beim 0:0 in Griechenland erneut von der Bank. Ein DFB-Durchbruch war das noch nicht. Aber ein solider Anfang.

„El Mala kann eigentlich alles, was man nicht lernen kann"

EXPRESS-Reporter Uwe Bödeker, der das Serbien-Spiel in München vor Ort verfolgte, beschreibt El Malas ersten Auftritt im Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger als ordentlich, aber nicht überragend.

„Es war jetzt kein überragendes Debüt, aber es war ein Anfang“, bilanzierte Bödeker. KStA-Sportchef Christian Löer überzeugte vor allem El Malas Einstellung: „Er wirkte sehr motiviert, lernwillig und hat auch wirklich die Nähe zu Jürgen Klopp gesucht.“

Der Bundestrainer blieb beim DFB-Debüt des FC-Profis nie auf Distanz. „Da fand schon während des Spiels immer ein Austausch statt“, sagte Bödeker. Klopp habe dem Kölner Hinweise zur Positionierung gegeben; auch nach Abpfiff hätten beide noch länger gesprochen.

Beim zweiten Auftritt in Griechenland blieb der große Moment aus. Bödeker erinnerte an eine misslungene Hereingabe: „Eine Flanke ging weit hinter das Tor.“ Zugleich versuchte El Mala, mit einem Dribbling durch die Mitte Gefahr zu erzeugen.

Für Löer ist das kein Grund, den Youngster abzuschreiben. Seine Einschätzung fällt grundsätzlich positiv aus: „Der kann eigentlich alles, was man nicht lernen kann. Und die Dinge, die er nicht kann, die kann man überwiegend lernen.“

Klar ist: Die Entwicklung des FC-Profis benötigt noch Zeit – und Konkurrenz. Bödeker sieht Derry Scherhant auf der Position Linksaußen derzeit vorne: „Scherhant ist da einfach noch ein paar Nasenlängen vor.“ Für El Mala könne daraus nur der Auftrag folgen: „Lernen, lernen, lernen.“

Bundestrainer Jürgen Klopp (Deutschland, l) spricht nach dem Spiel mit Said El Mala (Deutschland).

Copyright: Christian Charisius/dpa

Bundestrainer Jürgen Klopp (Deutschland, l) spricht nach dem Spiel mit Said El Mala (Deutschland).

Talent allein reiche schließlich nicht. „Jetzt ist wirklich harte Arbeit angesagt“, so Bödeker. Athletik, Fitness, Ruhepausen, Regeneration und Ernährung müssten für El Mala Priorität haben. Der FC solle den 20-Jährigen gezielt fördern und fordern, statt sich allein auf sein Können zu verlassen.

Was die Tage bei der Nationalmannschaft in El Malas Entwicklung auslösen, lässt sich insofern noch nicht sagen. Löer kann sich aber vorstellen, dass der Kölner mit einem neuen Gefühl nach Köln zurückkehrt und sich denkt: „Ich bin ein bisschen weiter.“ Ein Lernschritt also, kein Durchbruch – und für den FC der Auftrag, das Talent weiterzuentwickeln. (oke)