Wilder Derby-Erfolg für den Hamburger SV! Gegen den FC St. Pauli entschied der HSV das Stadt-Duell mit 4:3 für sich, machte damit einen wichtigen Schritt Richtung Bundesliga.
Spektakel im Zweitliga-KracherHamburg-Derby geht mit sieben Toren zu Ende – HSV jubelt

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Der Hamburger SV jubelt am Freitag (21. April 2023) über den Derby-Erfolg gegen den FC St. Pauli.
Was für eine Achterbahnfahrt in der Hansestadt! Der Hamburger SV hat sich am Freitagabend (21. April 2023) mit einem engen 4:3-Sieg gegen Stadtrivale FC St. Pauli durchgekämpft und damit im Aufstiegsrennen ein Ausrufezeichen gesetzt.
Der HSV schüttelte den Verfolger damit wohl endgültig ab, als Zweiter liegt der einstige Bundesliga-Dino neun Punkte vor den Kiezkickern. Fortuna Düsseldorf und der SC Paderborn, die noch nachziehen können, bleiben abseits vom vorübergehend auf Rang drei verdrängten 1. FC Heidenheim als letzte Verfolger übrig.
Hamburger SV schüttelt FC St. Pauli ab
Manolis Saliakas (36.) ließ St. Pauli zunächst vom Auswärtssieg träumen. Doch erst sorgte Jonas David mit seinem Traumtor aus rund 25 Metern kurz vor der Pause (44.) für den Ausgleich. Dann drehten Bakery Jatta (48.) und Moritz Heyer (52.) mit einem Doppelschlag kurz nach dem Seitenwechsel die Partie.
St. Pauli, das in 2023 bis dato beste Team im deutschen Profifußball, steckte nicht auf und kam durch Elias Saad (71.) noch einmal heran. Doch ein Eigentor von Jakov Medic (78.) stellte den Zwei-Tore-Vorsprung für den HSV wieder her. Der postwendende Anschlusstreffer durch Jackson Irvine (79.) fiel nicht mehr ins Gewicht. Damit dürften die zarten Aufstiegsträume St. Paulis wohl beendet sein. Der Vorsprung der Rothosen auf den Stadtrivalen beträgt nun neun Punkte.
Temporeich, hitzig, heiß umkämpft: Die 56.400 Fans im Volksparkstadion sahen ein packendes Derby mit vielen Möglichkeiten – und Toren. Zunächst bestimmten die Gäste vom Hamburger Kiez das Geschehen und gingen mit ihrer vierten (!) Großchance in Führung. Doch der HSV schlug zurück.
Davids Sonntagsschuss und eine Druckphase zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Arena beben. Erst nutzte Jatta, der bei seinem Treffer einen Schlag auf den Knöchel bekam und wenig später runter musste, eine Schläfrigkeit in der braun-weißen Abwehr. Vier Minuten später traf Reis im Nachsetzen, nachdem Pauli-Keeper Nikola Vasilj einen Kopfball von Robert Glatzel noch gerade so von der Linie kratzte.
„Es geht um drei Punkte, aber unsere Fans erwarten ein bisschen mehr. Es geht um die Hoheit in der Stadt, wir sind guter Dinge“, sagte HSV-Coach Walter unmittelbar vor dem Anpfiff bei Sky und unterstrich die Bedeutung der Partie: „Wir sind voller Selbstvertrauen und wollen das Spiel natürlich gewinnen." Den Worten ihres Trainers ließen die HSV-Profis einen leidenschaftlichen Auftritt mit viel Herz und Willen folgen.
Die Partie wurde von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. Durch eine strikte Trennung der rivalisierenden Fanlager blieben größere Zwischenfälle im Vorfeld des Spiels aus. Während der Partie zündeten beide Seiten Pyrotechnik und sorgten dafür, dass die zweite Halbzeit mit Verspätung angepfiffen wurde. Für Aufsehen sorgten Unbekannte, die in der Nacht zu Freitag den Uwe-Seeler-Fuß vor dem Volksparkstadion mit St.-Pauli-Stickern beklebten. (sd)
