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FC-Abwehr in der KritikWagner mit Rat an Locho: „Dann passiert das nicht“

Der 1. FC Köln hat beim 1:4 eindrucksvoll vom VfB Stuttgart gezeigt bekommen, wo der Hase langläuft in der Bundesliga. Vor allem die Abwehr steht nach der Niederlage in der Kritik. Der FC muss besser werden, wenn er künftig bestehen will.

Tempo, Kaltschnäuzigkeit, Zug zum Tor oder Zweikampfführung – die Spieler des VfB Stuttgart haben dem 1. FC Köln am Freitagabend beim 4:1 phasenweise eine Lehrstunde erteilt. Nach zwei Spieltagen mit sechs Gegentoren ist klar, dass beim Abwehrverhalten noch einiges optimiert werden kann.

Natürlich hat der VfB als Champions-League-Teilnehmer herausragende Akteure in seinen Reihen, doch in vielen Situationen hat es der FC dem Gegner auch zu leicht gemacht. Am Freitag fielen vorwiegend Luka Lochoshvili und Alessio Castro-Montes ab (beide EXPRESS-Note 5).

Wagner fehlt Cleverness: „Alles Sachen, die wir lernen müssen“

Castro-Montes wurde hinten rechts von Bilal El Khannouss des Öfteren schwindelig gespielt. Und Kollege „Locho“ erwischte einen rabenschwarzen Tag in der Innenverteidigung. Dass der Georgier es besser kann, weiß er selbst am besten. Noch in der Vorwoche wurde er als neuer Anführer in der Mannschaft gefeiert. Doch nach dem 1:4 in Stuttgart muss er sich jetzt erst einmal schütteln.

FC-Trainer René Wagner war insgesamt nicht begeistert: „Stuttgart benötigte eine Chance in der zweiten Halbzeit, um das 2:0 zu machen. Wir müssen das besser verteidigen, darüber werden wir sprechen.“

Die vielen Abwehrfehler waren ihm zu einfach, der VfB hätte schon nach 45 Minuten vier, fünf Tore erzielen können. Als es rappelte, waren die FC-Spieler nur dabei, statt mittendrin. El Khannouss ließ vor dem 1:0 Thielmann, Krauß und Lochoshvili stehen wie Fahnenstangen. Die Grätsche von Mensah kam auch zu spät. 

Beim 2:0 ließ Castro-Montes Stuttgarts El Khannouss zu viel Raum. Er bediente Mittelstädt, der in den Rücken der FC-Abwehr auf Prömel spielte. Leichtes Spiel für den VfB. Vor dem 3:0 entwischte Demirovic dem Kölner Abwehrchef Lochoshvili viel zu leicht. Wagner hatte anschließend einen Rat: „Vielleicht kann Locho da draußen ein Foul ziehen, dann passiert das nicht.“

Der Kölner Coach analysierte weiter: „Das 1:0 ist ein Moment, wo wir besser verteidigen müssen. Auch das 2:0 kann man strukturell besser lösen. Beim dritten Gegentreffer kann man auch cleverer sein mit Locho – das sind alles Sachen, die wir natürlich lernen müssen.“

Bei Sky wunderte sich Experte Patrick Helmes (42), dass Lochoshvili derart zaghaft zu Werke ging. „Das ist doch der schönste Zweikampf für einen Verteidiger“, sagte er über das Laufduell an der Außenlinie, als der Georgier gegen Demirovic nur seinen Körper hätte reinstellen müssen.

Hier kannst du die FC-Profis nach dem Spiel in Stuttgart benoten:

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Eure Noten für die FC-Profis in Stuttgart

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Spieler und Trainer waren nach der Niederlage selbstkritisch und werden jetzt an den Dingen arbeiten. Zudem möchte man vor dem Spiel gegen Werder Bremen die positiven Dinge mitnehmen.

Kölns Sportchef Thomas Kessler (40) will aus dem 1:4 beim VfB jedenfalls kein großes Drama machen: „Ich finde, wir sollten klar ansprechen, dass wir deutlich die schlechtere Mannschaft waren. Der VfB ist aber auch in einem deutlich anderen Regal unterwegs. Es ist eine Champions League-Mannschaft, da kann man auch mal mit drei Toren Unterschied ein Fußballspiel verlieren. Ich habe viele gute Dinge gesehen, wo wir uns leider nicht belohnt haben. Ich habe aber auch gesehen, warum der VfB in der Champions League spielt und wir nicht.“

Imad Rondic beim Spiel in Stuttgart.
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