„Kann auch in einem Turnier passieren“ Ohne zwölf Spieler: Flick erklärt sein Not-Team für Armenien

Marc-André ter Stegen wird im letzten Länderspiel des Jahres im Tor der Nationalmannschaft stehen. Gegen Armenien tritt die DFB-Elf ohne zwölf ursprünglich nominierte Spieler an.

Wolfsburg. Letzte Dienstreise des Jahres für die Nationalmannschaft mit dem letzten Aufgebot. Zwölf der ursprünglich 27 nominierten Spieler sind schon nicht mehr dabei, doch die 19-köpfige Rumpftruppe, die Hansi Flick (56) mit nach Armenien nimmt, sollte auch in der Lage sein, das letzte WM-Quali-Spiel am Sonntag (18 Uhr, RTL) zu gewinnen.

Nach der jecken 9:0-Tor-Party am 11.11. winkt in Eriwan wieder eine lustige Marke. Das nächste Länderspiel-Tor ist das 2222. in der DFB-Geschichte. Der Bundestrainer will zum einen seinen Startrekord im siebten Spiel auf sieben Siege ausbauen. Zudem möchten sich alle mit einem guten Gefühl verabschieden. Erst Ende März 2022 trifft sich die Nationalmannschaft wieder.

„Wir haben eine gewisse Mentalität und Qualität in unserer Mannschaft“, sagt Flick. Dennoch weiß er auch, dass die sechs Siege, die er errungen hat, nur bedingt aussagekräftig sind. „Wir alle wissen, dass wir noch ein bisschen brauchen, um dahin zu kommen, wo wir hinwollen. Es geht um Automatismen und um Präzision. Wir müssen die Zeit nächstes Jahr nutzen, um die Dinge einzustudieren. Im Juni werden wir vier Spiele in der Nations League gegen Mannschaften aus den Top Ten der Welt bestreiten. Das ist wichtig für die Entwicklung der Mannschaft.“

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Abschlusstraining vor dem Spiel Armenien - Deutschland: Torwart Marc-Andre ter Stegen in Aktion.

Marc-André ter Stegen beim Training am 13. November 2021. Der Barcelona-Keeper wird in Armenien im Tor stehen.

Armenien, die Nummer 89 der FIFA-Weltrangliste, ist natürlich nicht so eine Hausnummer, an der sich das Flick-Team messen kann. Dadurch, dass so viele Spieler abreisen mussten, wird der Bundestrainer zum Improvisieren gezwungen. Marc-André ter Stegen (29) steht im Tor, Ilkay Gündogan (31) und Florian Neuhaus (24) bilden die Doppel-Sechs, Kai Havertz (22) kann in der Spitze auflaufen. Gebangt wird noch um Thilo Kehrer (25), der leichte Wadenprobleme hat.

Thomas Müller ist Kapitän – Hansi Flick schwärmt von ihm

Immerhin ist Routinier Thomas Müller (32) dabei. Er wird in Armenien als Kapitän auflaufen. „Thomas ist in der Gruppe immer präsent. Das gefällt mir gut. Er stellt sich nie so in den Vordergrund, unterstützt aber trotzdem die Mannschaft. Er ist auch außerhalb des Platzes wichtig“, schwärmt Flick über den Bayern-Profi: „Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Ich freue mich, ihn in der Mannschaft zu haben. Er ist sehr wertvoll.“

Flick sieht den Abschluss des Jahres ohne zahlreiche Stammspieler sogar als Chance. „Es kann auch in einem Turnier passieren, dass jemand angeschlagen oder gesperrt ist. Alternativen sind elementar wichtig. Wir wollen einfach einen guten Abschluss.“

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