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„Ihr seid feige Schweine“Funkel packt über bitterste Entlassung aus

Bei einem Spiel von Fortuna Düsseldorf steht Friedhelm Funkel am Spielfeldrand.

Copyright: imago images/Kirchner-Media

Friedhelm Funkel musste im Januar 2020 bei Fortuna Düsseldorf gehen.

Friedhelm Funkel spricht über den schmerzhaftesten Rauswurf seiner Trainerkarriere und verrät, welche deutlichen Worte er den Verantwortlichen damals gesagt hat.

Friedhelm Funkel hat sich mehr als sechs Jahre nach seinem Abschied von Fortuna Düsseldorf sehr deutlich zu seiner damaligen Entlassung geäußert.

Der Trainer nannte die Trennung den schmerzhaftesten Moment seiner langen Karriere und berichtete, wie er die damaligen Vereinsverantwortlichen in diesem Zusammenhang beim finalen Gespräch als „feige Schweine“ bezeichnet habe.

Funkel berichtet über emotionalen Ausbruch

In einem Interview mit Magazin „11Freunde“ erzählte Funkel von den Ereignissen im Januar 2020 bei Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna hatte sich damals nach mehreren erfolglosen Bundesliga-Spielen von Funkel getrennt. Für Funkel der mit der Fortuna 2018 in die 1. Bundesliga aufgestiegen war und im ersten Jahr den Klassenerhalt geschafft hatte, kam dieser Schritt sehr unerwartet.

Er spricht rückblickend von der „schlimmsten Entlassung meines Lebens“, hielt die Entscheidung für sehr unnötig und überraschend. Verstehen könne er die Entlassung bis heute nicht.

Ein Tag vor seiner Entlassung wurde Funkel noch zum Trainer des Jahres der Stadt Düsseldorf gekürt. Dies traf ihn nach allem, was er alles mit der Fortuna geschaffen hatte, völlig unvorbereitet.

Funkel erzählte, dass ihn vor allem gewundert habe, dass bei seiner Ehrung kein Vorstandsmitglied anwesend war. Schon am nächsten Morgen habe der damalige Sportvorstand Lutz Pfannenstiel dann mehrfach versucht, ihn telefonisch zu erreichen.

Als er dann im Verein auf einen Mitarbeiter traf, ging alles ganz schnell: „Friedhelm, du möchtest mal bitte hoch zum Vorstand kommen, die wollen mit dir ein Gespräch führen“, wurde ihm ausgerichtet. Funkel wusste sofort, was Sache war.

Oben angekommen, stellte er die Bosse direkt zur Rede und wollte wissen, ob sie ihn rausschmeißen wollen. Während Vorstandschef Robert Schäfer stumm blieb, übernahm Sportvorstand Pfannenstiel das Wort und machte die Trennung offiziell.

Für Funkel der Moment, in dem die Sicherungen durchbrannten: „Ihr seid feige Schweine“, warf er den Verantwortlichen an den Kopf, schmiss demonstrativ seinen Stuhl um und rauschte wütend aus dem Raum.

Funkel über Düsseldorf-Aus: „So kannst du nicht aufhören“

Hinter der harten Wortwahl steckte vor allem pure Enttäuschung, wie Funkel erklärte. Besonders Robert Schäfer schien ihm damals den nötigen Mut vermissen zu lassen, die Entlassung von Angesicht zu Angesicht selbst auszusprechen.

Dabei hatte sich Funkel bei Fortuna absolut verdient gemacht. Als er den Kult-Klub 2016 übernahm, rettete er ihn erst vor dem Abstieg, holte danach die Zweitliga-Meisterschaft und feierte 2018/19 als Aufsteiger einen bärenstarken zehnten Platz in der Bundesliga.

Eigentlich war der Plan des Trainers, bei der Fortuna für immer Schluss zu machen. Doch durch das abrupte Aus kam alles anders: „So kannst du nicht aufhören, obwohl ich ja gesagt hatte, ich trainiere keine andere Mannschaft mehr als Fortuna Düsseldorf“, blickte er zurück. Das Schicksal wollte es dann anders – es folgten noch Stationen beim 1. FC Kaiserslautern und gleich zweimal beim 1. FC Köln.