Im Vereinsfußball war Friedhelm Funkel bei diversen Stationen tätig, einen Job als Nationaltrainer hatte er nie inne. Eine Gelegenheit beim DFB ließ Funkel auf eigenen Wunsch verstreichen.
Absage an Rudi VöllerFriedhelm Funkel lehnte Trainer-Job beim DFB ab

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515 Spiele in der Bundesliga, weitere 286 Begegnungen in der 2. Liga an der Seitenlinie: Nur wenige Trainer haben sich derart lange im deutschen Fußball gehalten wie Friedhelm Funkel (72). Die stolze Karriere des Neussers beschränkt sich dabei auf diverse Stationen im Vereinsfußball.
Pünktlich zum Start der WM 2026 hat Funkel nun erstmals verraten, dass es ihn auch zum DFB hätte ziehen können. Gespräche über eine Trainer-Tätigkeit bei der deutschen Nationalmannschaft habe es demnach gegeben.
Friedhelm Funkel berichtet: „Rudi hat bei mir angerufen“
Beim „Bit im Büdchen“-Talk mit Kommentator Robby Hunke (42) wollte sich Funkel zunächst gar nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. „Ich muss ja immer mal ganz kurz überlegen, was darf ich überhaupt alles sagen?“, fragte er sich noch selbst, kam dann aber doch schnell ins Plaudern.
Im Sommer 2000 hatte Rudi Völler (66) vorübergehend das Amt als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft übernommen, um bis zur geplanten Verpflichtung von Christoph Daum (†70) als Bundestrainer ein Jahr später zu überbrücken.
„Dann hat er bei mir angerufen, der Rudi, und gefragt, ob ich sein Co-Trainer werden wollte in der Nationalmannschaft“, erinnerte sich Funkel, der sogar verfügbar gewesen wäre: „Ich war in Duisburg drei, vier Monate vorher freigestellt worden. Ich hatte also Zeit.“
In Krefeld hätten beide zwar für ein „richtig tolles Gespräch“ zusammengesessen, doch die Aussicht, den Job als Assistenz-Coach beim DFB nur für ein Jahr ausüben zu können, habe ihn am Ende nicht überzeugt.

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Friedhelm Funkel hatte einst einen Job bei der deutschen Nationalmannschaft vor Augen.
Er sei zuversichtlich gewesen, in der Zwischenzeit schnell einen neuen Bundesliga-Job ergattern zu können und habe Völler daher für die Rolle abgesagt. Der entschied sich anschließend für Michael Skibbe (60) als Assistenz.
Dass Daum später wegen der berüchtigten Kokain-Affäre sowohl den vorigen Job bei Bayer Leverkusen als auch die Bundestrainer-Job verlieren würde, konnte Funkel damals nicht ahnen.
Statt nur für ein Jahr blieb Völler letztlich vier Jahre im Amt, ehe er 2004 Platz machte für Jürgen Klinsmann (61). „Wenn ich das im Vorfeld gewusst hätte, dann hätte ich es gemacht“, gab Funkel über die damalige Absage an den Verband zu. Kurze Zeit später ergatterte er immerhin direkt den nächsten Bundesliga-Job bei Hansa Rostock.
Obwohl die Entscheidung inzwischen über 25 Jahre zurückliegt, habe er beim Thema DFB stets Diskretion gewahrt. „Das ist das erste Mal, dass ich diese Geschichte erzähle. Was du aus mir rausholst …“, sagte Funkel scherzhaft an Hunke gerichtet.
