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Party trotz VerletzungMbappé-Verhalten bringt Real Madrid auf die Palme

Zuerst die Verletzung, danach Feiern in Paris: Kylian Mbappés Benehmen verstimmt die Führungsetage von Real Madrid zutiefst.

Die Aufnahmen vom Training am Mittwoch wirkten total harmonisch: Kylian Mbappé war wieder voll dabei, einem Einsatz am Samstag (21 Uhr) gegen den FC Villarreal scheint nichts mehr entgegenzustehen. Aber abseits des Rasens kocht die Stimmung hoch, denn die Aufregung um den französischen Ausnahmestürmer will einfach nicht enden.

In der Chefetage von Real Madrid verstärkt sich der Eindruck, dass der Stürmer seine eigenen Ziele über das Wohl des Vereins stellt. Besonders seine aggressive Kampagne für den Ballon d'Or sorgt intern für Unmut.

Feier-Frust während der Zwangspause

„Nach mehr als zwei Jahren hat man den Eindruck, dass er immer noch nicht verstanden hat, wie Real und sein Umfeld funktionieren und wie man sich dort verhalten muss“, zitiert die französische Sportzeitung „L'Équipe“ eine anonyme Quelle aus dem Verein. „Er wird sehr schlecht beraten, und was das Image angeht, schadet das allen – ihm ebenso wie dem Verein.“

Der Grund für die schlechte Stimmung ist das Benehmen von Mbappé seit seiner Knieblessur. In der Nations-League-Partie der Franzosen gegen die Türkei (1:0) erlitt er eine Überdehnung der Gelenkkapsel am linken Knie und musste deshalb für drei zusätzliche Spiele passen. Das berichtet „Sport1“.

Aber anstatt sich voll auf seine Heilung zu fokussieren, machte der 27-Jährige mit anderen Dingen von sich reden. Anfang Oktober lichteten ihn Fotografen mit seiner Freundin Ester Expósito im Pariser Club „Boum Boum“ ab.

Wenig später postete er in den sozialen Netzwerken Fotos einer Fahrradtour durch die Schweiz. Diese Unternehmungen kamen bei den Anhängern des königlichen Vereins überhaupt nicht gut an, obwohl seine Rehabilitation nach Absprache mit dem Verein nicht in Madrid erfolgte.

Der Fall Mbappé scheint jedoch nur ein Teil des Problems zu sein. Die Atmosphäre in der prominenten Mannschaft ist angespannt. „Das einzige Problem ist, dass die Stimmung in der Kabine immer noch genauso kalt ist wie vor fünf Monaten“, erläuterte der Reporter Antón Meana beim Radiokanal Cadena SER.

Offenbar konnte nicht einmal Coach José Mourinho die Konflikte innerhalb der Mannschaft beilegen – eine Herausforderung, die bereits seine Vorgänger Álvaro Arbeloa und Xabi Alonso nicht meistern konnten. Aus sportlicher Sicht ist Mbappé für den Madrider Klub jedoch essenziell.

Mit acht Treffern in Pflichtspielen, von denen sieben in La Liga fielen, ist er der klare Top-Scorer. Nach der 1:2-Niederlage im Stadtduell mit Atlético hat Real auf dem vierten Tabellenplatz schon einen Rückstand von sechs Zählern auf den FC Barcelona.

Der Angreifer kam am Montag wieder nach Madrid und nahm erneut am Teamtraining teil. Damit ist auf dem Spielfeld wieder alles beim Alten – es stellt sich aber die Frage, wie lange die Ruhe abseits des Rasens währen wird. (red)