„Ja, es stimmt“ Bestätigung da: Kölner Konzert-Knaller feiert 2023 Premiere im Stadion 

Frauen-EM Sensations-Quote im TV: DFB-Team begeistert Millionen – doch eine Gefahr droht

Die DFB-Frauen jubeln mit ihren Fans im Stadion nach dem Einzug ins EM-Finale

Viele Fußballfans jubelten bei der EM in England mit den DFB-Frauen, so wie hier am 27. Juli 2022 nach dem Halbfinal-Triumph gegen Frankreich

Mit ihrem leidenschaftlichen Sturm bis ins EM-Finale hat das DFB-Team für eine neue Frauenfußball-Begeisterung in Deutschland gesorgt. Die steht aber noch auf wackligen Beinen, meint unser Autor in seinem Kommentar.

Frauenfußball-Euphorie in Deutschland! Die begeisternde EM hat mit Deutschlands bitterer Final-Niederlage gegen England lediglich ihr i-Tüpfelchen verpasst. Sensationelle 17,9 Millionen Menschen verfolgten das Endspiel am Sonntag im TV und sorgten für einen Rekord-Wert. Wie üblich steht die Dauer des Boom-Effekts aber auf wackligen Beinen. Bloß keine Fehlzündung für den EM-Turbo!

Fußballfans, die sich bei der EM erstmals oder wieder für die DFB-Frauen begeistern konnten, müssen daher im besten Wortsinn am Ball bleiben: Erst wieder zur WM im kommenden Jahr einzuschalten, wäre ein Fehler und würde den leidenschaftlichen Auftritten, die zuletzt Millionen begeisterten, nicht gerecht werden. 

DFB will richtige Schlüsse auf Frauenfußball-Boom ziehen

Der erste Härtetest wartet schon: Die neue Bundesliga-Saison startet wegen der späten EM erst am 16. September. Sechs Wochen muss die Euphorie im Land weiter köcheln, um aus heimischen Wohnzimmern und Public-Viewing-Locations auch in die bislang für gewöhnlich bedenklich leeren Stadien zu schwappen.

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Sportlich inzwischen wieder Richtung Weltspitze geklettert, muss der deutsche Frauenfußball jetzt auch in Sachen Publikums-Begeisterung verlorenen Boden gutmachen. Bestes Beispiel dafür ist der Blick in die Bundesliga. Dort lag der Schnitt der vergangenen Saison – wie auch schon in den Jahren vor Corona – bei unter 1000.

Top-Werte von 90.000 Fans, wie zuletzt zweimal in der Champions League beim FC Barcelona im Camp Nou, sind dabei aber gar nicht nötig. Wenn die Zahl der regelmäßigen Besucherinnen und Besucher im Liga-Alltag kontinuierlich steigt, wäre damit ein erstes Zwischen-Ziel bereits erreicht.

Hoffnung macht, dass der DFB das Thema weit oben auf seiner Agenda hat – und aus dem EM-Boom die richtigen Schlüsse ziehen will. Manager-Urgestein Siggi Dietrich (65), inzwischen beim Verband für den Frauenfußball zuständig, betonte im „Kicker“ richtigerweise: „Entscheidend wird sein, die neuen Fans in der Liga wiederzusehen.“

Frauen-EM: Mit Verspätung noch zu einem Sommermärchen?

Wie dringend das Anliegen ist, machte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54) noch vor dem Finale deutlich. Sie legte den Fokus bereits auf die so wichtige Zeit nach dem Endspiel – ausgerechnet mit dem Motto des deutschen Handball-Wintermärchens von 2007: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Durch die bittere Final-Niederlage wurde das Turnier zumindest sportlich am Ende nicht zum erhofften Sommermärchen. Fußballfans können mit fortwährender Begeisterung aber noch dafür sorgen, den EM-Effekt rückblickend zu einem solchen zu machen.

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