Terodde-Sorge bei Schalke 04 Grammozis schlägt mit Offensiv-Appell Alarm

Simon Terodde streckt im Spiel von Schalke 04 den Zeigefinger aus.

Simon Terodde, hier am 17. September 2021 beim Spiel von Schalke 04 gegen den Karlsruher SC, ist aktuell der einzige verlässliche Torschütze bei S04.

Simon Terodde trifft und trifft in der 2. Bundesliga. Doch seinen Klubs reicht das inzwischen nicht mehr für die begehrten Aufstiegsplätze. Bei Schalke 04 schlägt Trainer Dimitrios Grammozis deshalb jetzt Alarm.

Gelsenkirchen. Verspielt nach dem Hamburger SV auch Schalke 04 in der 2. Bundesliga den Terodde-Joker? In aller Regel reichten den Top-Klubs der 2. Bundesliga die Treffer von Simon Terodde (33) zum Aufstieg in die Bundesliga. Doch obwohl das Zweitliga-Phänomen weiter trifft wie er will, ist der Ruf der gefühlten Aufstiegs-Garantie mit Terodde in den eigenen Reihen dahin.

Am Sonntag startet der Stürmer den nächsten Anlauf, um Dieter Schatzschneider (63) als Zweitliga-Rekordtorschützen zu überflügeln. Zehn Saisontore stehen nach acht Spielen schon wieder auf seinem Konto, Schatzschneiders Bestmarke (153 Tore) ist nur noch einen Treffer entfernt.

Trainer Dimitrios Grammozis (43) dämmert inzwischen allerdings, dass Terodde diese Marke zwar locker erreichen wird, S04 aber dennoch den angepeilten Bundesliga-Aufstieg verpassen könnte.

Schalke 04 in der 2. Bundesliga zu abhängig von Simon Terodde

Am Freitag thematisierte der Schalke-Coach die Abhängigkeit vom Stürmer, der 77 Prozent der 13 Schalker Saisontreffer erzielt hat. Nur Marius Bülter (28) mit zwei und Dominick Drexler (31) mit einem Treffer trugen sich sonst noch in die königsblaue Torschützenliste ein.

Trainer Dimitrios Grammozis vom FC Schalke 04 zeigt mit dem Daumen nach oben.

Daumen hoch von Trainer Dimitrios Grammozis im Spiel von Schalke 04 bei Hansa Rostock am 25. September 2021. In aller Regel gilt die Geste aktuell allerdings nur Simon Terodde.

„Es geht um das große Ganze. Ein Terodde reicht nicht. Ich wünsche mir mehr Torschützen“, richtete Grammozis einen klaren Appell an seine Mannschaft, die nach acht Spielen nur auf Platz acht liegt – allerdings auch nur zwei Punkte hinter dem 1. FC Heidenheim auf Relegations-Rang drei.

In der vergangenen Spielzeit gelangen Terodde beim HSV 24 Saisontore und fünf Vorlagen, die Sturm-Garantie ging auf. Doch für den Aufstieg reichte es beim HSV letztlich nicht – auch, weil Terodde in der Rückrunde „nur“ noch sieben Treffer erzielte und kein Teamkollege entscheidend in die Bresche springen konnte.

Schalke 04 sucht weitere Torgaranten neben Simon Terodde

Bei den offensiv zu ausrechenbaren Schalkern soll von Spielern wie Thomas Ouwejan (25) auf der Außenbahn oder Rodrigo Zalazar (22) im Mittelfeldzentrum mehr Torgefahr ausgehen, bislang klappt das nur bedingt. Wie schnell Schalke in Not geraten kann, zeigte dabei die aktuelle Trainingswoche.

Zeitweise drohte Terodde für das Spiel gegen den FC Ingolstadt am Sonntag (3. Oktober, 13.30 Uhr) sogar auszufallen, weil die Wade zwickte. Auch im Kollektiv wäre der Wegfall des Torjägers kaum aufzufangen gewesen. Doch die Sorgen scheinen inzwischen ausgestanden.

„Bei Simon sieht es positiv aus. Er hat gestern eine der zwei Einheiten absolviert – diese aber mit 100-prozentiger Intensität durchgezogen“, gab Grammozis Entwarnung. Nach der Ungewissheit der vergangenen Tage ist allerdings klar: Mehr Verlässlichkeit der gesamten Offensivreihe würde den Coach wohl deutlich ruhiger schlafen lassen. (bc)

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