Yann Bisseck gab einst mit 16 sein Bundesliga-Debüt beim 1. FC Köln. Nun hat er erneut den Scudetto geholt.
Ex-Bundesliga-Stars treffenFC-Eigengewächs wieder Meister in Italien

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Jubel bei den Nerazzurri um Yann Bisseck.
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Jubel in Schwarz-Blau: Inter Mailand hat zum 21. Mal die italienische Meisterschaft gewonnen.
Die Mannschaft um den gebürtigen Kölner Yann Bisseck machte den Scudetto am Sonntagabend mit einem 2:0 (1:0) gegen Parma Calcio vorzeitig perfekt. Drei Spieltage vor Schluss sind die Nerazzurri an der Tabellenspitze nicht mehr einzuholen.
Schweigeminute für Alex Zanardi
Der frühere Gladbacher Marcus Thuram (45.+1.) und der ehemalige Dortmunder Henrich Mchitarjan (80.) trafen für Inter zum 26. Saisonsieg. Die Mailänder liegen damit zwölf Punkte vor der SSC Neapel, die im vergangenen Jahr triumphiert hatte. Bereits ein Remis hätte Inter für den Titel genügt.
Nationalspieler Bisseck (ein Länderspiel), der beim 1. FC Köln ausgebildet wurde und mit 16 sein Bundesliga-Debüt gab, stand in der Startelf. Den zweiten Treffer leitete er glänzend ein.
Die Mannschaft von Trainer Christian Chivu hat zudem die Chance auf das erste Double seit der Saison 2010/11. Im Pokalfinale trifft Inter um die früheren Bundesligaprofis Yann Sommer, Hakan Calhanoglu, Thuram, Mchitarjan und Manuel Akanji am 13. Mai auf Lazio Rom. In der Champions League war der Traditionsklub im Achtelfinale sensationell an Außenseiter Bodö Glimt gescheitert.
Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen früheren Rennfahrer Alex Zanardi legte Inter im ausverkauften Fußball-Tempel San Siro zunächst verhalten los. Erst nach 25 Minuten wurde Inter gefährlich, ein Schuss von Nicolò Barella landete an der Unterkante der Latte. Kurz vor der Pause traf dann Thuram, Mchitarjan machte alles klar, die große Meisterparty konnte beginnen. (sid)
