Arbeiterkampf, Mozart & Stars: Das war am 1. Mai los.
Darum haben wir heute freiDie Geschichte des 1. Mai begann mit einem blutigen Streik

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Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind.
Dieser Tag ist viel mehr als eine simple Arbeitspause. Sein Ursprung ist ein gewaltsamer Konflikt um Arbeiterrechte in den Vereinigten Staaten. In Chicago startete am 1. Mai 1886 eine mehrtägige Arbeitsniederlegung, um den Achtstundentag zu erzwingen. Die Demonstrationen mündeten in heftigen Unruhen mit Todesopfern und Verletzten, die als „Haymarket Riot“ bekannt wurden. Exakt dieser Vorfall war der Anlass für einen internationalen Arbeiterkongress in Paris, der drei Jahre danach den 1. Mai zum „Kampftag der Arbeiterklasse“ erklärte.
Auto-Boss Ford sorgt für Revolution in der Arbeitswelt
Ein entscheidender Fortschritt für die Rechte der arbeitenden Bevölkerung kam Jahrzehnte danach. Am 1. Mai 1926 etablierte der amerikanische Autobauer Henry Ford in seinen Fabriken die 5-Tage-Woche mit einer 40-Stunden-Regelung. Er zählte damit zu den Pionieren unter den Industriemagnaten, die eine solche Idee konsequent verwirklichten. Schon im Januar 1914 hatte der Unternehmer den Achtstundentag für seine Mitarbeiter eingeführt.
Wolkenkratzer, Opern-Hit und Kalter Krieg
Doch der 1. Mai war ebenso Schauplatz ganz anderer denkwürdiger Ereignisse. Das Empire State Building feierte 1931 in New York seine Eröffnung. Mit einer Höhe von 381 Metern galt es zu dieser Zeit als der weltweit höchste Wolkenkratzer und wurde zum Sinnbild des amerikanischen Traums. Deutlich früher, nämlich 1786, fand in Wien die Premiere der bekannten Oper „Die Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart statt. Außerdem nahm 1951 Radio Free Europe von München aus den Sendebetrieb auf, mit dem Ziel, die Bevölkerung im Ostblock mit Informationen aus westlicher Sicht zu beliefern.
Große Namen stoßen am 1. Mai an
In der Prominentenwelt gibt es heute ebenfalls Anlass zur Freude. Der Fußballspieler Olaf Thon (60), der 1990 Weltmeister und 1986 Vizeweltmeister wurde, hat einen runden Ehrentag. Auch die britische Darstellerin Joanna Lumley (80), legendär in ihrer Rolle als Patsy in „Absolutely Fabulous“, hat Grund zum Feiern. Die Liste der Gratulanten wird durch die Komikerin Maike Kühl (50) sowie den Co-Chef der Linken, Jan van Aken (65), vervollständigt.
Wir gedenken aber auch jenen, die von uns gegangen sind. Irene Koss starb am 1. Mai 1996. Sie war die erste Fernsehansagerin im Nachkriegs-Westdeutschland. Für Augustin, Pius und Sigismund ist heute ihr Namenstag. (dpa/red)
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