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„Keine Rechtfertigung“Kurz vor WM-Teilnahme: Ärger für früheren Bayern-Star

Rund um den Abflug ins Quartier für die WM 2026 hat James Rodríguez in Kolumbien den Zorn zahlreicher Landsleute auf sich gezogen.

Empfindlicher Dämpfer für die WM-Vorfreude in Kolumbien! Knapp zwei Wochen vor dem Auftaktspiel der Südamerikaner gegen Usbekistan (18. Juni) wird in der Heimat hitzig über Superstar James Rodríguez (34) diskutiert.

Dem Kapitän und Volkshelden, der in den vergangenen Jahren sportlich nur noch selten überzeugen konnte, wird sein Verhalten vor dem Abflug der Auswahl zur Weltmeisterschaft vorgeworfen. In den sozialen Medien ergießt sich ein regelrechter Shitstorm über den 125-maligen Nationalspieler.

Fans in Kolumbien gehen auf James Rodríguez los

Die Auswahl von Nationaltrainer Néstor Lorenzo (60) wurde in der Heimat in einem kurzfristig angekündigten Akt von Präsident Gustavo Petro (66) verabschiedet, der jedem Spieler die Hand schüttelte.

Zur Delegation gehörte auch Petros Tochter Antonella (17), die als leidenschaftlicher Fußball-Fan bekannt ist. Mit breitem Grinsen reichte auch sie allen Nationalspielern die Hand, ehe ihre Stimmung zum Ende hin kippte.

Antonella hatte James direkt nach dem Handschlag noch um ein Foto gebeten, war vom früheren Star des FC Bayern München (67 Spiele zwischen 2017 und 2019) aber eiskalt abgewiesen worden.

Der offensive Mittelfeldspieler würdigte sie keines Blickes und ging stumm weiter. Vereinzelt verteidigten Anhänger den Profi später und führten an, er habe die Bitte aufgrund der lauten Umgebungsgeräusche schlicht nicht gehört. Antonella versuchte die Zurückweisung mit Fassung zu tragen, die Enttäuschung war ihr allerdings deutlich anzusehen.

Gustavo Petro, der sein Amt als Präsident gemäß der Verfassung zum Ende seiner Amtszeit bald wieder abtreten muss, gilt nicht als unumstritten, zumal Kolumbien zuletzt wieder ein Aufflammen der Gewalt im Land erlebte. Wie James sich gegenüber der minderjährigen Tochter des Staatsoberhauptes zeigte, brachte ihm dennoch viele negative Kommentare bei Social Media ein.

Ein Video des abgewiesenen Foto-Wunsches verbreitete sich rasend schnell und wurde millionenfach geklickt, die Kommentarspalten bei Instagram, Facebook und X waren voll mit beißender Kritik.

„Ich kann nicht verstehen, wie man ein ein Mädchen, das den Fußball und alle Spieler der Nationalmannschaft leidenschaftlich liebt, derart zurückweisen kann. James, hinterfrag dich, so geht es nicht“, hieß es in einer Reaktion, die über 35.000 Likes sammelte. 

Ein anderer Kommentar mit weit über 20.000 Likes lautete: „Ekelhaft, wie James Rodríguez mit Antonella umgegangen ist. Politik und den Umgang mit anderen Menschen sollte man nicht vermengen. Es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, ein Mädchen derart abzuweisen, nur weil sie Tochter des Präsidenten ist.“

In Kolumbien schaltete sich auch Antonellas Bruder Nicolás Alcocer Petro in die Diskussion ein. Er postete ein Foto, das James und die damals sechsjährige Antonella vor über zehn Jahren zeigte, schrieb dazu: „Sie ist dasselbe Mädchen, das nur ein Foto mit seinem Idol möchte. Alle politischen Positionen sind zu respektieren, aber das ist nicht das Verhalten, das man abseits des Platzes zeigen sollte.“

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