Nach Treffen mit Ribéry Kahn äußert sich zu Rückhol-Gerüchten

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Oliver Kahn, betritt vor dem Testspiel gegen den SSC Neapel die Münchner Allianz-Arena.

Vorstandschef Oliver Kahn, hier beim Testspiel des FC Bayern gegen den SSC Neapel am 31. Juli, schließt eine Rückkehr von Franck Ribéry nach München aus.

Die Gerüchte um ein Comeback von Franck Ribéry beim FC Bayern München hielten sich lange hartnäckig. Nach Lothar Matthäus und dem Franzosen selbst, bezog auch Bayern-Boss Oliver Kahn Stellung.

München. Erst spielte er beim Legenden-Kick im Rahmen der Team-Präsentation mit, dann hielt er sich gemeinsam mit dem ebenfalls vereinslosen Jérôme Boateng (32) unter Anleitung von Bayerns Fitness-Chef Prof. Dr. Holger Broich (46) auf dem Trainingsgelände fit. Nun nahmen die Gerüchte Fahrt auf, dass Franck Ribéry (38) noch einmal beim FC Bayern München anheuern könnte. Am Dienstag (10. August 2021) gab es Neuigkeiten.

Laut der französischen Sportzeitung L’Équipe und der Gazzetta dello Sport aus Italien sprachen sich Ehrenpräsident Uli Hoeneß (69) und der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (52) angeblich für eine Rückholaktion des Tempodribblers aus. Ribéry könnte als Backup für Kingsley Coman (25), Serge Gnabry (26) und Leroy Sané (25) herhalten.

Franck Ribéry nach zwei Jahren in Florenz nun vereinslos

Ribéry, der zuletzt für den AC Florenz in der Serie A aktiv war und nach zwei Jahren keinen neuen Vertrag erhielt, ist derzeit vereinslos, will aber seine Karriere noch nicht beenden. „Franck ist topfit, es macht Spaß, ihm zuzuschauen“, meinte Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) zuletzt anerkennend. Er soll jedoch zu den Skeptikern gehören, die ein Comeback des Franzosen nicht unbedingt forcieren.

Franck Ribéry im Trikot des FC Bayern bei einem Spaß-Kick in der Allianz-Arena.

Zumindest im Benefiz-Spiel am 4. August in der Allianz-Arena trug Franck Ribéry schon mal das neue Bayern-Trikot.

Dafür hat sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (60) zu Wort gemeldet. „Sollten die Bayern keinen Flügelspieler finden, den sie verpflichten wollen und können, würde ich übrigens auf jeden Fall über einen Einjahres-Vertrag für Franck Ribéry nachdenken“, schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne - und erinnerte daran, dass er einst selbst noch mit 39 für die Bayern gespielt habe.

Lothar Matthäus: Ribéry kann ein positiver Faktor sein

„Dass man dann natürlich nicht jede Woche zwei Spiele über 90 Minuten bestreiten kann, ist klar“, meint Matthäus, „aber Franck ist noch fit, wäre in der Kabine ein sehr positiver Faktor und wer in Italien in 29 Ligaspielen zum Einsatz gekommen ist, der kann auch in der Bundesliga noch eine gute Rolle spielen.“

Vor allem Salihamidzic könnte sich mit einer Rückholaktion viele Freunde machen. „Die Bayern-Fans, die in der letzten Saison viel mit dem Unfrieden zwischen Brazzo und Flick gehadert haben, würden sich über Franck im Bayern-Trikot freuen“, glaubt Matthäus.

FC Bayern München: Franck Ribéry signalisiert Rückkehr-Bereitschaft

Den Rückholwunsch unterstrich der Weltmeister von 1990 auch noch mal mit einem Posting auf Instagram, schrieb unter einem Foto von sich und dem Franzosen: „Sollten die Bayern keinen Flügelspieler finden, den sie verpflichten wollen und können, würde ich übrigens auf jeden Fall über einen Einjahres-Vertrag für Franck Ribéry nachdenken.“

Und der Ex-Bayer reagierte prompt. In den Kommentaren bedankte sich Ribéry für das Vertrauen der Bayern-Legende und machte seine Bereitschaft zur Rückkehr deutlich: „Merci, mein Freund. Ich bin bereit“. Ganz offensichtlich ist die Loyalität des Flügel-Veteranen zum FCB auch zwei Jahre nach seinem München-Abschied ungebrochen.  

Oliver Kahn weist Gerüchte um Franck Ribéry zurück

Noch am Dienstag kam dann allerdings die für alle Fans ernüchternde Nachricht – und zwar von Vorstandschef Kahn höchstpersönlich. Der räumte ein, sich in den vergangenen Tagen das eine oder andere Mal mit Ribéry getroffen und dabei „viel Spaß und nette Gespräche“ gehabt zu haben. 

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Aber: „Über eine Verpflichtung denken wir nicht nach. Wir haben einen sehr guten Kader“. Eine klare Absage von Ribérys ehemaligen Teamkollegen, dessen gutes Verhältnis zum Franzosen beim Legenden-Spiel des FC Bayern durchaus ersichtlich geworden war. 

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