Bombenfund in Köln Entschärfung noch am Nachmittag – auch KVB betroffen

„Sie denken, es geht mit 98 Prozent“ Nicht meisterlich: Mainz zerlegt den FC Bayern – Nagelsmann angefressen

Münchens Trainer Julian Nagelsmann (l) mit Benjamin Pavard an der Seitenlinie in Mainz.

Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann (l.) gibt Münchens Benjamin Pavard Anweisungen am 30. April 2022 beim Spiel in Mainz.

Ist die Luft raus? Der FC Bayern München musste als frischgebackener Meister am Samstag zum FSV Mainz.

Pokal-Aus in der zweiten Runde mit 0:5 bei Borussia Mönchengladbach, Champions-League-Aus im Viertelfinale gegen den FC Villarreal – der FC Bayern München schaut auf eine bescheidene Saison zurück, da ändert auch der zehnte Meistertitel in Serie nichts dran.

Am Samstag (30. April 2022) mussten die Bayern zum FSV Mainz. Die Luft war völlig raus bei den Bayern, der Rekordmeister verlor am Ende deutlich mit 1:3! Mainz zerlegte den FC Bayern.

1:0 durch Jonathan Burkardt (18.), 2:0 durch Moussa Niakhaté nach 27 Minuten. Der FC Bayern völlig von der Rolle, Trainer Julian Nagelsmann (34) auf der Bank fassungslos. Das war gar nicht meisterlich.

Für einen war es besonders bitter: Bayern-Torwart Sven Ulreich (33) rückte für Manuel Neuer (36) in den Kasten. Doch seine Vorderleute ließen zu viel zu. Zudem nahm Nagelsmann drei weitere Änderungen in der Startelf vor. Für Dayot Upamecano, Thomas Müller und Kingsley Coman rückten Niklas Süle, Marcel Sabitzer und der Ex-Mainzer Eric-Maxim Choupo-Moting in die Anfangsformation.

Alles zum Thema Julian Nagelsmann
  • Ergebniskrise im Anmarsch Auch Hoffenheim für FC Bayern nicht zu schlagen – Müller wird tragische Figur
  • Sorgen beim FC Bayern Lewandowski rutscht beim Torschuss weg – Stürmer muss direkt zum Arzt
  • Nagelsmanns Wunschspieler Sabitzer von Bayern-Coach enttäuscht? Schneller Abschied droht
  • Nagelsmann Neunter Gehalts-Ranking bei Europas Trainern: Überraschungs-Sieger kassiert Mega-Summe
  • Völlig kurios Arroganz-Vorwürfe: Bayern-Trainer Nagelsmann sucht Rat bei Pferde-Coach
  • „Vegan-Hacki oder Erbsi“ Julian Nagelsmann verpasst sich einen neuen Spitznamen
  • Wechselpanne des FC Bayern DFB gibt Entscheidung zu Freiburgs Einspruch bekannt
  • „Ich hätte das nicht gemacht“ Nach Wechselfehler-Einspruch: Nagelsmann mit scharfer Kritik am SC Freiburg
  • 0:1 beim FC Villarreal FC Bayern in La Ceramica in Scherben: Bei Pleite in Spanien noch gut bedient
  • „Ein brutaler Einsatz“ Goretzkas Blut-Szene: Wurden die Bayern in Villarreal um einen Elfmeter gebracht?

Doch die Mainzer waren präsenter, aggressiver und pfiffiger. Immerhin: Torjäger Robert Lewandowski traf in der 33. Minute zum 1:2. Martin Schmidt (55), Sportdirektor der Mainzer, sagte in der Halbzeit bei Sky: „Wir hätten mit 4:1 führen können. Wir haben gut Druck gemacht. Die Bayern haben einige Umstellungen, die Woche war nach der Meisterschaft sicher nicht mehr der höchste Druck im Training. Es ist ein typisches Spiel, sie denken, es geht vielleicht mit 98 Prozent, aber der Gegner ist hoch motiviert.“

In der zweiten Hälfte aber wieder die Gastgeber am Drücker: Leandro Barreiro machte das 3:1 in der 57. Minute. Nach dem Spiel sagte Bayern-Star Joshua Kimmich angefressen: „Diese Leistung sollte uns zu denken geben, dass uns das nicht mehr vorkommt.“ Nagelsmann sagte ernüchtert: „Mainz hat es gut gemacht, Glückwunsch. Ich weiß nicht, ob man das akzeptieren muss. Ich werde niemals akzeptieren, dass ein Gegner mehr gewinnen will als wir.“

Sky-Experte Didi Hamann sagte: „Das ist nicht zu akzeptieren. Sie werden sich weiter hinterfragen, auch wenn sie Meister wurden. Ich bin sicher: Bei den Bayern wird sich was tun, der Kader wird um einiges anders aussehen in der neuen Saison.“

FC Bayern: Nagelsmann will nächstes Jahr mehr zu feiern haben

Vor dem Spiel hatte Nagelsmann (kam für rund 25 Millionen Euro Ablöse aus Leipzig) noch seine hohen Ziele mit dem FC Bayern bekräftigt. „Der Ansporn ist schon, dass es in eine ähnliche oder bessere Richtung weitergeht“, sagte er bei Sky.

Er wolle mit seiner Mannschaft „mehr zu feiern haben als die Meisterschaft, das ist das Ziel“. Jeder wolle „sich verbessern, das wollen wir auch“, sagte Nagelsmann. Er feierte seinen ersten Meistertitel, doch das frühe Aus in den anderen Wettbewerben nagt an ihm.

Das soll in der kommenden Spielzeit anders werden. „Natürlich“ lehne er sich mit seinem Versprechen „weit aus dem Fenster, aber es ist noch eine Brüstung da, an der ich mich festhalten kann.“

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.