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Blitz-Abgang sorgt für „Erdbeben“ Ex-Boss von Media Markt macht bei Barça schon wieder Schluss

CEO Ferran Reverter vom FC Barcelona informiert auf einer Pressekonferenz über die Finanz-Zahlen des Klubs.

Ferran Reverter, hier auf einer Pressekonferenz am 6. Oktober 2021, verlässt den FC Barcelona schon wieder.

Ferran Reverter hatte mit dem FC Barcelona große Pläne, wollte den Klub finanziell für die Zukunft stabilisieren. Jetzt hört der frühere Manager des Technik-Imperiums Media Markt/Saturn überraschend auf.

18 Jahre lang machte er bei Media Markt in Deutschland Karriere, arbeitete sich bis zum Manager beim Technik-Imperium hoch. Beim FC Barcelona hat es Ferran Reverter (50) nach seiner Ankunft im vergangenen Jahr dagegen nur wenige Monate lang ausgehalten.

Am Dienstag (8. Februar 2022) verkündete Reverter in einer Mitteilung auf der Homepage des Klubs seinen Rücktritt vom Posten als CEO, den er erst vor gut einem halben Jahr im Juli 2021 angetreten hatte. Die Sport-Tageszeitungen „Marca“ und „AS“ schrieben unisono von einem „Erdbeben“, das den Klub tief in seinem Inneren erschüttert habe.

FC Barcelona: CEO Ferran Reverter hört schon wieder auf

Aufgrund „persönlicher und familiärer Gründe“ kehre er dem FC Barcelona den Rücken, hieß es im Vereins-Statement – dabei war Reverter als eine der Schlüsselfiguren für den langfristig ausgelegten Strategieplan vorgesehen, der die Strukturen des schuldengeplagte Klubs bis 2026 komplett umkrempeln sollte.

Alles zum Thema Spotify

„Ich habe sehr viel Mühe und Leidenschaft in die vergangenen Monate gelegt, aber jetzt möchte ich mich den Vorhaben widmen, wegen derer ich zurück nach Barcelona gekommen bin, nämlich meiner Familie und persönlichen Projekten mehr Zeit zu widmen“, teilte der Spanier mit.

Laut der Zeitung „La Vanguardia“, die noch vor der offiziellen Mitteilung berichtet hatte, bestanden erhebliche Differenzen zwischen Reverter und Präsident Joan Laporta (59), die verschiedene Bereiche wie die Partnerschaft mit verschiedenen Sponsoren und die sportliche Planung betrafen.

Ferran Reverter informierte über Horror-Finanzen beim FC Barcelona

Der breiten Öffentlichkeit wurde Reverter Anfang Oktober 2021 bekannt, als er nach einer ausführlichen Prüfung der Klub-Kassen die Horror-Zahlen präsentierte, die Fußball-Fans weltweit erschaudern ließen. Mit 1,35 Milliarden Euro bezifferte er die Schulden der Katalanen, die seinerzeit vor allem der vorigen Vereinsführung von Präsident Josep María Bartomeu (59) zugeschrieben wurden.

Allein in der vergangenen Saison 2020/2021 habe der Verlust 481 Millionen Euro betragen, rechnete Reverter der Öffentlichkeit damals vor. Dabei stellte er auch den Notfall-Plan vor, mit dem er die Klub-Finanzen zunächst stabilisieren und später wieder gesunden wollte.

FC Barcelona vor Sponsoring-Deal mit Spotify

Sein Abschiedsgeschenk ist dabei der unmittelbar bevorstehende Sponsoring-Deal mit dem Streaming-Dienst Spotify, der erstmals auch die Namensrechte für das Camp Nou beinhalten und dem Verein laut dem lokalen Radiosender RAC1 280 Millionen Euro für drei Jahre einbringen soll. Den 4:2-Sieg im Top-Spiel gegen Atlético Madrid am vergangenen Sonntag (6. Februar) hatte die Führungsriege um Spotify-Chef Daniel Ek (38) auf der Tribüne verfolgt.

Trotz der Horror-Zahlen der Vorjahre präsentierte sich Reverter im Oktober hoch motiviert für seine künftige Aufgabe, warf jedoch auch einen bangen Blick in die Zukunft: „Ich weiß nicht, ob die schlimmsten Vergehen schon aufgedeckt wurden oder noch auf uns warten“, sagte er über die Altlasten. Mit diesen Problemen muss sich nun sein Nachfolger herumschlagen.

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