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Gerber fordert seinen AnteilEx-Spieler wechselt für 10 Mio. – RWE Erfurt will mitverdienen

Sidny Lopes Cabral

Copyright: Jan Woitas/dpa

Sidny Lopes Cabral im Trikot von Rot-Weiß Erfurt (r). Der WM Spieler der Kapverden wechselt von Benfica Lissabon zu Trabzonspor.

Irre Wende: Ex-Kölner sorgt für Geldsegen bei Viertligist

Was für eine verrückte Geschichte! Ein ehemaliger Spieler von Viktoria Köln ist plötzlich ein WM-Star und wechselt für eine riesige Summe. Davon könnte jetzt ein deutscher Regionalligist profitieren und auf einen warmen Geldregen hoffen.

Unmittelbar vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft wird er zur begehrten Transfer-Aktie: Sidny Lopes Cabral (23). Der Linksverteidiger des Außenseiters Kap Verde schließt sich für eine Summe von fast zehn Millionen Euro dem türkischen Pokalsieger Trabzonspor an. Sein bisheriger Verein, Benfica Lissabon, hatte ihn erst im Januar für circa sechs Millionen Euro vom Lissabonner Vorstadt-Club Estrela Amadora geholt.

Und jetzt wird es für Köln interessant: Der in Rotterdam geborene Fußballprofi war auch dreieinhalb Jahre in Deutschland aktiv. Von Februar 2022 bis Januar 2024 stand er bei Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag, anschließend spielte er bis Juli 2025 für Viktoria Köln.

FIFA-Regel sorgt für unverhofften Geldsegen

Doch wie kann ein Viertligist von diesem Millionen-Deal profitieren? Eine spezielle Vorschrift der FIFA macht es möglich. Dieser sogenannte Solidaritätsmechanismus stellt sicher, dass Vereine, die an der Ausbildung eines Spielers beteiligt waren, einen kleinen Anteil an jeder Ablösesumme erhalten. Da Lopes Cabral bereits mit 19 Jahren nach Erfurt kam, darf sich der Club nun Hoffnungen machen.

Schon bei seinem Transfer zu Benfica im Januar kassierte Erfurt 50.000 Euro. Der teure Weiterverkauf in die Türkei könnte jetzt eine noch deutlich größere Zahlung nach sich ziehen.

Erfurt-Boss: „Hier hat er das Laufen gelernt“

„Wir sind dran an dem Thema und prüfen gerade unsere Ansprüche“, erklärte RWE-Geschäftsführer Franz Gerber gegenüber der „Bild“. Er macht deutlich, weshalb sein Verein einen Anteil verdient: „Wir haben den Jungen ausgebildet, hier hat er das Laufen gelernt. Jetzt hat er eine tolle Karriere und da sollten wir partizipieren.“

Für den Traditionsverein aus Thüringen wäre das Geld ein willkommener Bonus. Während der WM-Teilnehmer in der Türkei um Titel kämpft, wartet man in Erfurt gespannt auf die Einnahmen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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