Der BVB will Said El Mala vom 1. FC Köln verpflichten. Lothar Matthäus hat dazu eine klare Meinung.
„Das sagt er vielleicht nicht laut“Matthäus erklärt: Darum muss El Mala jetzt zum BVB

Bleibt er oder geht er? Die Transfer-Saga um Said El Mala (19) ist DAS Thema des FC-Sommers. Nun hat sich sogar Lothar Matthäus (65) eingeschaltet.
Borussia Dortmund wirbt intensiv um den Shootingstar des 1. FC Köln, der einem Wechsel alles andere als abgeneigt sein soll. Hinter den Kulissen sollen sich Verein und Spieler-Lager bereits einig sein. Allerdings hat der BVB dem FC noch kein Angebot vorgelegt, das den Vorstellungen der Kölner auch nur ansatzweise entspricht.
Lothar Matthäus: Ablöse um die 40 Millionen Euro sollte zumindest für Gespräche sorgen
Während die FC-Fans hoffen, dass Köln hart bleibt, würde Matthäus einen Wechsel des jungen Offensiv-Stars begrüßen. Seiner Meinung nach würde das auch El Malas DFB-Karriere auf die Sprünge helfen.
„Um sich bei Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp zu bewerben, sind vor allem auch internationale Spiele wichtig. Da könnte El Mala durchaus einen großen Schritt machen, wenn es mit dem Wechsel nach Dortmund klappen würde“, schreibt der TV-Experte in seiner Sky-Kolumne. „Er hat mit seinen Leistungen in Köln gezeigt, dass er so weit ist.“
Damit es so kommt, muss der BVB um den neuen Sportdirektor Ole Book (40) aber noch einen guten Batzen drauflegen. Köln will El Mala nicht für ein Gesamtpaket unter 50 Millionen Euro abgeben. „Das ist sehr viel Geld, das sind quasi zwei Adeyemis. Auch die Dortmunder haben ihre Grenzen“, findet Matthäus.
Für den Nationalspieler, der in der vergangenen Woche zum FC Barcelona gewechselt ist, bekommen die Schwarz-Gelben dem Vernehmen nach eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro. Weitere neun Millionen Euro könnte Dortmund durch Boni einstreichen.
Matthäus glaubt, dass sich Köln und Dortmund noch einig werden könnten. „Jeder kennt den Markt, jeder kennt die Gesetze: Ich glaube schon, dass eine Ablöse im Bereich um die 40 Millionen Euro zumindest für Gespräche sorgen sollte“, betonte der Weltmeister von 1990.
Das dürfte man in Köln anders sehen. Zum einen könnte El Mala bald als Nationalspieler deutlich über 75 Millionen Euro wert sein. Zum anderen sind die Kölner über das Vorgehen des BVB erzürnt. Mittlerweile sollen die FC-Bosse die Schmerzgrenze für El Mala deshalb nochmal erhöht haben.
Matthäus ist sich jedoch sicher: „El Mala will nach Dortmund. Das sagt er vielleicht nicht ganz laut. Aber natürlich ist es interessanter, in der Champions League und um die oberen CL-Plätze zu spielen, als mit Köln das hintere Drittel zu vermeiden.“

