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Bittere Durststrecke hält anEx-FC-Profi will als Nationaltrainer weitermachen

Für den 1. FC Köln stand er als Profi in 122 Spielen auf dem Rasen, seine ersten Erfahrungen auf höchsten Niveau als Trainer machte Moses Sichone jüngst als Nationalcoach beim Afrika-Cup.

Das Warten auf seinen ersten Sieg als Nationaltrainer geht weiter: Moses Sichone (48) hat bislang noch keines seiner sechs Spiele mit Sambia gewinnen können und sich mit seinem Heimatland daher ohne Erfolg nach der Vorrunde beim Afrika-Cup verabschiedet.

Der frühere Abwehrspieler, der 1999 direkt aus Sambia zum 1. FC Köln gewechselt war, hatte den Posten als Nationalcoach bei den Chipolopolo („die Gewehrkugeln“) erst im November übernommen. Für die erhoffte schnelle Trendwende nach der klar verpassten WM-Qualifikation konnte er allerdings nicht sorgen.

Moses Sichone will in Sambia weitermachen

„Das ist nicht das, was wir uns erhofft haben, aber so ist der Fußball“, sagte der enttäuschte Sichone am Montag (29. Dezember 2025) nach dem letzten Gruppenspiel.

Das 0:3 gegen Gastgeber Marokko bedeutete nach zwei vorigen Unentschieden gegen Mali (1:1) und die Komoren (0:0) das frühe Aus für den Gewinner des Afrika-Cups von 2012.

Im neuen Jahr würde Sichone die Auswahl gerne weiter betreuen, er kündigte nach dem finalen Gruppenspiel an: „Wir müssen jetzt nach Hause und dann einen Plan entwerfen, wie wir das Team aufbauen wollen. Es ist niemals zu spät und im Fußball geht es auch darum, zu investieren und den Dingen ihre Zeit zu geben.“

Sichone ist nach seinem schwachen Start auch auf die Geduld der Bosse des sambischen Fußball-Verbandes FAZ angewiesen. Vor dem Afrika-Cup hatte er seine ersten drei Testspiele gegen Südafrika, Angola und DR Kongo allesamt verloren, steht in der Gesamtbilanz bei nur zwei Unentschieden und vier Niederlagen.

Moses Sichone hält sich die linke Hand auf die Brust.

Moses Sichone während der Nationalhymne von Sambia vor dem Spiel gegen Mali beim Afrika-Cup.

Seine Laufbahn als Trainer hatte er 2015 in der Jugend seines Ex-Klubs Alemannia Aachen begonnen, dort trainierte er später auch die zweite Mannschaft in der Landesliga.

In Sambia war er vor seiner Beförderung zum Cheftrainer drei Jahre lang als Co-Trainer im Amt, Köln blieb er in den vergangenen Jahren als Jugend-Coach bei Drittligist Viktoria (2019 bis 2023) verbunden.

In seiner Profi-Karriere stand Sichone 122 Mal für den FC auf dem Rasen, schaffte in Köln den Sprung zum Bundesliga-Profi und feierte zwei Aufstiege am Geißbockheim. Später stand der 33-malige Nationalspieler in Deutschland noch für Alemannia Aachen, die Kickers Offenbach, den VfR Aalen und Carl Zeiss Jena auf dem Platz.