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Elfer-Wut beim FCPfiff blieb aus! Ache & Kwasniok fassungslos

Maximilian Mittelstaedt (VfB Stuttgart) schob Ragnar Ache (1. FC Köln) im Strafraum mit den Armen weg.

Copyright: IMAGO/Eibner

Die Szene, die die FC-Gemüter erhitzte: Maximilian Mittelstaedt (VfB Stuttgart) brachte Ragnar Ache (1. FC Köln) im Strafraum zu Fall.

Der 1. FC Köln hat im Spiel beim VfB Stuttgart erneut keinen Elfmeter zugesprochen bekommen. Stürmer Ragnar Ache war danach fassungslos.

Was haben die Schiedsrichter gegen den 1. FC Köln? Diese Frage ist durchaus erlaubt, am 22. Spieltag gab es erneut keinen Pfiff, obwohl Ragnar Ache durch den Strafraum geschubst wurde. Am Ende gewann der VfB Stuttgart mit 3:1.

Gleich zu Beginn des Spiels gab es zwei knifflige Situationen. Kölns Sebastian Sebulonsen sprang der Ball im eigenen Strafraum an den Arm. Schiedsrichter Robert Hartmann stand unmittelbar daneben und ließ weiterspielen. Die Bank der Gastgeber mit Trainer Sebastian Hoeneß tobte, forderte Strafstoß. Auf der Gegenseite wurde dann Ragnar Ache von Mittelstädt beim Kopfballversuch geschubst. Auch hier gab es keinen Strafstoß. Diesmal tobte die FC-Bank mit Lukas Kwasniok.

Ache nach Foul von Mittelstädt: Außerhalb des 16ers wird das gepfiffen

Sky-Experte Lothar Matthäus sagte zur Situation mit Ache: „Solche Fouls sind auch schon geahndet worden.“ Der FC-Elfer wäre für ihn mehr angebracht gewesen, als vorher einer für Stuttgart. Matthäus: „Er war lange dran an Ache. Aber ich bin beim Schiedsrichter, hätte beide nicht gegeben.“

Der Kölner Angreifer, der zwischenzeitlich das 1:1 erzielt hatte, war dagegen völlig fassungslos nach dem Spiel, sagte zur Szene: „Wenn man springen will oder in der Luft ist und bekommt einen Schubser, dann ist man 100 von 100 Mal aus der Balance. Wenn er das nicht macht, dann komme ich zum Ball.“

Die ganze Elfmeter-Debatte geht ihm ordentlich auf den Zeiger, zu diesem Fall sagt er: „Das ist wieder eine ganz komische Diskussion: Wenn das Foul außerhalb des 16ers passiert, dann geben sie das Foul. Im Strafraum nicht. Sie geben es fast nie. Ich habe keine Idee, wo der Schiedsrichter danach hingelaufen ist. Ich habe nicht mit ihm drüber geredet.“

FC-Coach Lukas Kwasniok sagte: „Ache bekommt einen mit, kommt dadurch nicht an den Ball. Das war ein Elfmeter. Das sind die Dinge, die uns gar nicht reinlaufen. All diese Momente bekommen wir nicht gepfiffen! Das braucht man eben auch, um mal in Führung zu gehen. Wir wollen nicht jammern, denn wir können es nicht beeinflussen. Aber ich weise darauf hin, dass in Zukunft mal genauer drauf geachtet wird.“

Kwasniok hatte sich zuvor schon nach dem Leipzig-Spiel aufgeregt, als Orban Ache foulte und es keinen Elfer gab: „Wenn man sich die Situation gegen Ache in der ersten Halbzeit anschaut: Da haben die Leipziger ihm das Trikot zerrissen und unten noch das Bein weggeflext. Das soll kein Elfer sein?“

Ache kann verstehen, dass Kwasniok sich aufregt und benachteiligt fühlt: „Wenn man da einen Elfmeter bekommt, dann steht es vielleicht 1:0. Da muss ich dem Trainer schon recht geben.“

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