EM-AufregerMatthäus rudert zurück: „Auch ich habe vor einem Millionen-Publikum gesagt ...“

Lothar Matthäus verfolgt das Spiel Schweiz gegen Italien mit skeptischem Blick.

Lothar Matthäus verfolgte am 29. Juni 2024 das Spiel Schweiz gegen Italien mit skeptischem Blick.

Lothar Matthäus kann die Lobhudelei nach dem Viertelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft nicht nachvollziehen. Auch in Sachen Elfmeter schwimmt er gegen den Strom.

von Klara Indernach (KI)

Nach dem unglücklichen Aus im EM-Viertelfinale gegen Spanien gab es viel Lob für die deutsche Nationalmannschaft. Lothar Matthäus (63) kann das nur bedingt nachvollziehen.

„Deutschland hat eine starke Heim-EM gespielt, heißt es vielerorts. Ich tue mich schwer, das so zu sehen“, äußerte der Rekord-Nationalspieler in seiner Kolumne auf sport.de.

Matthäus wird nach Viertelfinal-Aus deutlich: „Darf nicht unser Anspruch sein!“

Matthäus, der bei der EM als Experte für MagentaTV und RTL im Einsatz ist, betonte: „Vielleicht waren die Erwartungen aufgrund der vergangenen Turniere nicht sehr hoch und die Leistung sieht deshalb stark aus. Ich finde aber nicht, dass ein Gastgeber wie Deutschland zufrieden sein kann, wenn er im Viertelfinale ausscheidet. Das darf nicht unser Anspruch sein!“

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Er räumte ein, dass es unglücklich gewesen sei, schon im Viertelfinale auf Spanien zu treffen. „Man kann sagen, die Niederlage war Pech und wir waren mit den Spaniern auf Augenhöhe. Aber ich tue mich schwer, die EM als starkes Turnier zu werten, ebenso wie 2006 mit dem ‚Sommermärchen‘. Denn ein Märchen hat eigentlich ein Happy End – und ein dritter Platz oder ein Viertelfinale kann ja kein Happy End sein“, so der Weltmeister von 1990.

Ein starkes Turnier wäre es für ihn nur gewesen, wenn die Elf von Julian Nagelsmann (36) den Titel geholt hätte, sagte Matthäus. „Die Mannschaft hatte das Potenzial für den Sieg, gerade mit der Unterstützung der Fans. Wir sind schon noch eine Fußball-Macht, auch wenn die Leistungen bis zum Viertelfinale nicht gerade überragend waren.“

Was die Hand-Szene betrifft, bei der ein möglicher Elfmeter für Deutschland nicht gegeben wurde, hat Matthäus ebenfalls eine andere Meinung als viele Fans. Er nahm seine anfängliche Einschätzung zurück.

„Auch ich habe vor einem Millionen-Publikum gesagt: Das ist ein klarer Elfmeter. Aber wenn man verfolgt, was der Schiedsrichter-Obmann vor dem Turnier an die Unparteiischen ausgegeben hat, muss ich mich revidieren. Dann kann man verstehen, warum Anthony Taylor nicht Elfer gegeben hat. Die Hand von Marc Cucurella hing schlaff herunter.“

Trotz seiner Kritik blickt Matthäus optimistisch auf die Zukunft: „Manche Mannschaften ziehen aus solchen Niederlage Stärke. Bei der Nationalmannschaft war das damals so, auch beim FC Bayern nach bitteren Niederlagen im Champions-League-Finale. Warum sollen das die Nationalelf und der Bundestrainer nicht auch schaffen?“

Dieser Text wurde mit Unterstützung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und von der Redaktion (Antje Rehse) bearbeitet und geprüft. Mehr zu unseren Regeln im Umgang mit KI gibt es hier.